Russland

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Wappen mit phönizischen Wurzeln
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Das Staatswappen der Russischen Föderation (Staatswappen seit 2000).

Bedeutung Siehe: www.heraldik-wiki.de
Offizieller Name: Russische Föderation
Hauptstadt: Moskau
Fläche: 17.075.400 km²
Landesnatur: Im W Osteuropäische Tiefebene, Ural als Grenze zwischen Europa und Asien, nach O folgen Westsibirisches Tiefland, Mittelsibirisches Bergland und Ostsibirisches Gebirgsland, im S Steppengürtel
Klima: Von N nach S Übergang vom arktischen über gemäßigtes zum subtropischem Klima
Hauptflüsse: Ob, Lena, Irtysch, Jenissej, Wolga, Don, Ural, Angara, Amur
Höchster Punkt: Elbrus (Kaukasus) 5642 m
Regierungsform: Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Präsident
Regierungschef: Ministerpräsident
Verwaltung: 7 Generalgouvernements, 21 Republiken, 49 Gebiete (Oblast), 6 Bezirke (Kraj), 10 autonome Nationale Kreise (Okrug), Birobidschan (Jüdisches Autonomes Gebiet), Moskau und St. Petersburg mit Sonderstatus
Parlament: : Zweikammerparlament mit Staatsduma (450 für 4 Jahre direkt gewählte Mitglieder) und Föderationsrat (178 für 4 Jahre ernannte Mitglieder aus den Verwaltungseinheiten der Föderation)
Nationalfeiertag: 12. Juni
Einwohner: 142.800.000 (2003); 138.082.178 (geschätzt für Juli 2012); ca. 160 ethnische Gruppen, davon ca. 80% Russen, 3% Tataren, 2% Ukrainer, 1% Tschuwaschen, 1% Baschkiren, 0,8% Armenier, 0,4% Russlanddeutsche
Bevölkerungsdichte: 9 Ew./km² (1999)
Stadtbevölkerung: 78% (1999)
Bevölkerung unter 15 Jahren: 19% (1999)
Analphabetenquote: 0,6% (1999)
Sprache: Russisch; Sprachen der autonomen Nationalitäten sowie über 100 weitere Sprachen und Dialekte
Religion: Russisch-orthodoxe Christen (über 50%), Moslems (5%), Minderheiten von Protestanten, Juden, Buddhisten
Importgüter: Maschinen und Ausrüstungen, Transportmittel, Nahrungsmittel, Textilien, chemische Produkte
Exportgüter: Energieprodukte, Eisen, Metalle und Metallerzeugnisse, Holzwaren, Zellstoff und Papiererzeugnisse, Maschinen und Transportmittel
FSB - Inlandsgeheimdienst
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit Sitz in Moskau ist Nachfolger des KGB, 1995 von Boris Jelzin gegründet (davor: NKVD, OGPU, GPU, "Checka" und Okhrana im Zarenreich). Der Geist von Okhrana soll noch heute lebendig sein. Wie einige meinen, gehen auf das Konto von Okhrana diverse "Verschwörungstheorien", die den Westen bzw. USA und Israel im Focus haben, wie z.B. Illuminati-Freimaurer-Verschwörung mit dem Konzept der NWO, one world unter Führung der Familien Rothschild und Rockefeller, 9/11/2001 als inszenierter Anschlag der USA getarnt als islamistischer Terroranschlag, die Protokolle der Weisen von Zion etc..
Die Aufgaben des FSB umfassen (1) Spionageabwehr, (2) Bekämpfung der Kriminalität, (3) Spionage/Aufklärung. Ab 2010 wurde per Gesetz sein Mandat erweitert: es reicht nun der Verdacht auf ein mögliches Verbrechen, um gegen eine Person geheimdienstlich zu ermitteln. Sein Wappen ähnelt dem Staatswappen.
Überwachungsstaat: »[...] Ab 1. Juli 2014 hat Russlands Geheimdienst FSB vollen Zugriff auf Internet- und Telefondaten. [...] Um Telefonate und Internetkommunikation abzuhören nutzt der russische Staat schon heute landesweit das System Sorm – das System für operative Ermittlungsaktionen. [...]«
Zitat: www.zeit.de, Geheimdienst FSB erhält vollen Zugriff auf Internetdaten, 21.10.2013

Russland war das Kernland der Sowjetunion. Häufig wurden die beiden Begriffe im Ausland als Synonyme gebraucht. Das war zwar nicht korrekt, hatte aber insofern Berechtigung, als die Sowjetunion die direkte Nachfolge des russischen Kaiserreichs angetreten hatte, das schon seit Jahrhunderten ein Vielvölkerstaat war.
Russen waren die Gestalter und Machthaber in der UdSSR. Es gab jedoch eine große Ausnahme: den Georgier Jossif Dschugaschwili, der aber unter seinem Parteinamen "Stalin" ein radikaler russischer Nationalist wurde.

Der Tscheljabinsk Meteor – abgeschossen von ???
Der Tscheljabinsk Meteor war ein erdnaher Asteroid, der in die Atmosphäre der Erde über Russland am 15. Februar 2013 um etwa 09.20 YEKT ( 03.20 Uhr UTC) eingedrungen ist, mit einer Geschwindigkeit von 19,16 + / - 0,15 Kilometer pro Sekunde ( 60.000 - 69.000 km / h oder 40.000 - 42900 Stundenmeilen ), fast 60-mal die Schallgeschwindigkeit. Er wurde schnell zu einem brillanten superboliden Meteor über der südlichen Ural-Region. Das Licht des Meteors war heller als die Sonne, auch bei 100 km Entfernung. Es wurde über einer großen Fläche der Region und in den Nachbarrepubliken beobachtet. Augenzeugen fühlten auch intensive Wärme ausgehend von dem Feuerball.
Mit einer geschätzten Anfangsmasse von etwa 12.000-13.000 metrischen Tonnen (13,000-14,000 „short Tons“ schwerer als der Eiffelturm; 1 short ton = 907,18474 kg), mit etwa 20 Meter im Durchmesser, ist es das größte bekannte natürliche Objekt, das in die Atmosphäre der Erde eingedrungen ist (entspricht einer Sprengkraft von 500 kt TNT = 33 Hiroshima-Bomben) - seit 1908, dem Tunguska-Ereignis, wobei ein großes Waldgebiet in Sibirien zerstört wurde. Der Tscheljabinsk Meteor ist auch der einzige Meteor, der bestätigt bei vielen Menschen zu Verletzungen geführt hat. Wäre der Meteor ungebremst aufgeschlagen, wäre kein Stein auf dem anderen geblieben - und das in einem Gebiet, das als die "Schmiede Russlands" bezeichnet wird (Metall- und Stahlindustrie, bedeutende Anlagen der Militärindustrie sowie unzugängliche Betriebe der Atomindustrie - Raketen- und Weltraumtechnik). Deshalb gehen viele davon aus, dass der Meteor abgeschossen wurde - von russischem Militär oder von einem unbekannten Luftobjekt (UFO)???
Olympische Winterspiele in Sotschi
Sotschi (Sochi), am Schwarzen Meer, ist vom 7. bis 23. Februar 2014 Ausrichter der Olympischen Winterspiele. Die Sicherheitsstufe ist hoch, da man terroristische Anschläge befürchtet. ... Viele Arbeiter (oft aus Tadschikistan) klagen darüber, dass sie für die Arbeiten an den Olympiade-Bauwerken in menschenunwürdigen Verhältnissen leben mussten und bislang keinen Lohn erhalten hätten.

Eurasische Union
Russland expandiert politisch und wirtschaftlich. Die EURASISCHE UNION gleicht einer Neuauflage der Sowjetunion, in der Russland den gleichen Machteinfluss hat wie vor 1990.
Das Gründungsabkommen wurde am 29. Mai 2014 von Kasachstan, Russland und Weißrussland unterzeichnet. Armenien kam am 10. Oktober 2014 und Kirgisistan am 12. August 2015 dazu.

Illuminati / Freimaurer und Russland
Wenn Illuminati/Freimaurer (siehe:  Neue Weltordnung) ihre Macht über die vier großen Geheimdienste CIA, MI6, MOSSAD und FSB ausüben und das Ziel eine Weltregierung mit 3 Superstaaten (Amerikanische Union, Europäische/Eurasische Union, Pazifische Union) ist, dann kann davon ausgegangen werden, dass eine Eurasische Union früher oder später die EU in sich integriert. Russlands Präsident Putin selbst hat 2012 seine Idee von einem gemeinsamen eurasischen Wirtschaftsraum von Wladiwostok bis Lissabon vorgestellt. Ende 2013 haben auch Politiker, Ökonomen und Wirtschaftsvertreter der EU diese Idee aufgegriffen. Nach Worten von Brzezinski (US-amerikanischer Globalstratege, † 26. Mai 2017) werde Russland allein nicht zu einer globalen Macht erwachsen. Allerdings könnte Russland als größtes Mitgliedsland einer solchen Union das größte Gewicht haben. Um dies öffentlichkeitswirksam klar zu stellen, könnte auch das eintreten, was Alois Irlmeier bereits in den 1950er Jahren prophezeit hat: ein dritter Krieg, in dem Russland bis an den Rhein vordringt. Ausgangssituation: Aufgrund unerträglicher Provokationen ab März 2014 (angefangen mit dem Ukraine/Krim-Konflikt, Umzingelung Russlands durch NATO-Basen, Wirtschaftssanktionen gegen Russland, Syrien-Krieg, Anti-Russland-Bashing - Russland ist an allem Schuld - Putin als neuer Hitler, kriegerische Drohungen gegen russisches Territorium etc.), sah sich Russland schließlich zum Erstschlag gegen die NATO gezwungen. Russland gelangt mit seinen Bodentruppen bis an den Rhein, wird dann aber von der Luftwaffe der USA geschlagen. Während sich die USA aus Europa zurückziehen, übernimmt China die Zentralmacht in Eurasien.

Ist Putin immer noch Freimaurer?

Laut Gioele Magaldi, Autor von "Massoni. Società a responsabilità illimitata. La scoperta delle Ur-Lodges" (2014), gehört Putin zur eher neutral/ökumenischen Superloge Golden Eurasia (auch: Speculum Orientalis Occidentalisque), wie übrigens auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Ex-Kanzler Gerhard Schröder.

"Einen unzerstörbaren Bund freier Republiken hat das große Russland auf ewig gestiftet"- mit diesen Worten begann die sowjetische Staatshymne, die unter seiner Herrschaft 1943 eingeführt wurde. Bei allem Pathos klingt in den Versen dann auch die politische Wirklichkeit durch: Die Sowjetunion war kein freiwilliger Zusammenschluss selbständiger Staaten, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger russischer Expansionspolitik. Vom Großfürstentum Moskau ging seit dem 14. Jahrhundert die "Sammlung der russischen Erde" aus, die später imperialistische Züge annahm und erst an den Küsten des Pazifik, des Schwarzen Meeres und der Ostsee haltmachte. Bei der ersten systematischen Volkszählung im Jahre 1897 ergab sich, dass 55% der Untertanen des Zaren nichtrussischen Völkerschaften angehörten. Sie wurden einer brutalen Russifizierung unterworfen.
Die Bolschewiki, die 1917 die Macht ergriffen und 1922 die Sowjetunion gründeten, bekannten sich theoretisch zum Selbstbestimmungsrecht der Völker, gewährten es aber nur jenen, die sie ohnehin nicht im Reichsverband festhalten konnten, wie den Polen, Finnen und Balten. Im übrigen wurde der Besitzstand der Zarenzeit mit Waffengewalt gesichert oder wiederhergestellt, so in der Ukraine und in Transkaukasien. Die fünfzehn Sowjetrepubliken, aus denen die Union seit 1940 bestand, waren nominell gleichberechtigt; tatsächlich blieb die russische Vorherrschaft ungebrochen: noch 1988 saßen im Politbüro, dem obersten Machtorgan, neben zehn Russen nur zwei Nichtrussen.

Nach den Umwälzungen des Herbstes 1991 erklärten im Dezember Russland, Weißrussland und die Ukraine die Sowjetunion für aufgelöst und bildeten eine "Gemeinschaft Unabhängiger Staaten" (GUS). Estland, Lettland und Litauen waren schon im September aus der Union ausgeschieden. Der GUS traten schließlich außer den baltischen Staaten alle früheren Sowjetrepubliken bei.

Die GUS ist ein lockeres, aber von Russland dominiertes Bündnis geblieben. Russland fordert auch weiterhin seinen Anspruch als Großmacht verbal ein und versucht rücksichtslos seine Herrschaft an den Rändern, so im Kaukasus, zu sichern. Für die nichtrussischen Mitgliedsstaaten steht die eigene Unabhängigkeit im Vordergrund.

Dank des Reichtums an begehrten Bodenschätzen (Erdgas, Erdöl u.v.m.) hat sich Russland seit den späten 1990er Jahren zu einer prosperierenden Wirtschaftsmacht entwickelt. Jedoch dieser neue Wohlstand erreicht die breite Masse der Bevölkerung nicht. Wenngleich Moskau im Jahr 2006 als teuerste Stadt der Welt galt, leidet ein Großteil der Bevölkerung innerhalb und außerhalb der großen Städte unter erdrückender Armut.

Die Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise ab 2008 trafen Russland hart. Zeitweise musste der Handel an der russischen Börse eingestellt werden. Das wenig entwickelte Bankensystem war weltweit mit am stärksten getroffen.
GoogleSearch:  Russland+Wirtschaftskrise 

Eine tickende atomare Zeitbombe: Majak und der Karatschai-See

»[...] Über eine Katastrophe, die noch heute großes Gefahrenpotential birgt, wird nur selten geredet: Die atomare Verseuchung der Region um den Karatschai-See.[...]«
Zitat: www.suite101.de, Majak und der Karatschai-See - eine tickende Zeitbombe

Neben der unbefriedigenden sozialen Situation, stellt die Verschmutzung der Böden weiter Teile des Landes, mit dem auch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser einhergeht, ein weiteres bisher ungelöstes Problem dar.

Siehe auch: Google-Recherche: Karatschai-See

Insgesamt verbrauchen etwa 30 Prozent der Bevölkerung nicht qualitätsgerechtes Wasser. Bei einer Untersuchung des Leitungswassers von 78 Städten wurde ermittelt, dass fast überall, außer in Moskau, das Wasser aus den Leitungen ungenießbar sei, was wesentlich auf das hoffnungslos veraltete Wasserversorgungssystem zurückzuführen sei. Dabei verfügt Russland mit seinen unzähligen unterirdischen Quellen, 2,5 Millionen Flüssen und etwa 3 Millionen Seen über mehr als 20% der Weltressourcen und könnte allein mit dem Wasser des Baikal-Sees - jenem größten und reinsten Trinkwasserreservoir der Erde - alle Menschen über mehrere Generationen hinweg mit sauberem Trinkwasser versorgen .

Die Zar-Bombe
Russland

  Auf der Halbinsel Nowaja Semlja wurde am 30. Oktober 1961 die sogenannte "Zar-Bombe" gezündet. Die Explosion dieser Bombe, die einer Sprengkraft von 50 Millionen Tonnen TNT entsprach, übertraf alle im Zweiten Weltkrieg gezündeten Sprengkörper, inklusive der beiden Atombomben von Hiroshima und Nagasaki, um das Zehnfache.

Der Staat

Russland hat etwa 140 Millionen Einwohner. Den Großteil der Bevölkerung stellen mit über 80% die Russen, dennoch ist es ein Vielvölkerstaat. Das Land beherbergt rund einhundert Minderheiten, von denen die Tataren, Ukrainer, Tschuwaschen, Dagestaner, Baschkiren, Weißrussen und Mordwinen die größten Gruppen sind. In der Sowjetära wurden für diese Nationalitäten 16 Autonome Republiken, 5 Autonome Gebiete und 10 Autonome Kreise eingerichtet, wo sie in sehr begrenztem Maße ihre nationale Eigenständigkeit pflegen konnten. Unter den neuen Verhältnissen fordern sie größere Rechte (z.B. die Tataren), manche sogar die volle Unabhängigkeit, wie die Tschetschenen.
Bis 1993 entstanden insgesamt 89 sogenannte Föderationssubjekte, darunter 21 Republiken mit eigener Staatlichkeit und Verfassung. Die übrigen sind "Regionen" und "Gebiete", innerhalb derer östlich des Urals auch "Autonome Kreise" einheimischer Völker und Nationalitäten liegen (Ausnahme: Jüdisches "Autonomes Gebiet" Birobidschan), sowie Moskau und Sankt Petersburg mit Sonderstatus.

Die Ausgestaltung der Kompetenzen dieser Föderationssubjekte sind sehr unterschiedlich. Häufig stehen den Regionen und Gebieten direkt vom Volk gewählte Gouverneure oder Präsidenten vor, die sich mitunter ohne Beachtung gesamtrussischer Vorgaben ein hohes Maß an Autonomie sicherten.
Das zentrale Verfassungsorgan der Föderationssubjekte ist der Föderationsrat (178 Sitze). Präsident Wladimir Putin (2000-2008 und ab 2012) setzte durch, dass dort ab 2002 nicht mehr die Gouverneure und Parlamentsvorsitzenden ihren Sitz wahrnehmen, sondern diese nur noch Vertreter nach Moskau entsenden. Auch kann der Präsident Provinzchefs wegen Verfassungsverstöße absetzen.
Eigentliche Volksvertretung und zentrales Legislativorgan ist die für vier Jahre gewählte Staatsduma mit 450 Abgeordneten. Ihr steht ein mit großer Machtfülle ausgestatteter Präsident gegenüber, der gegen Gesetze sein Veto einlegen und (was in der Praxis geschieht) per Erlass (Ukas) regieren kann. Auch ernennt und erlässt er den Ministerpräsidenten und die Regierung. Sie müssen zwar durch die Duma bestätigt werden, im Fall mehrmaliger Ablehnung darf der Präsident das Parlament aber auflösen.
Vor der russischen Revolution bekannte sich die Mehrzahl der Russen zum orthodoxen Christentum. Unter dem massiven Druck der kommunistischen Machthaber verlor die russischorthodoxe Kirche jedoch einen Großteil ihrer Gläubigen. Nach dem politischen Machtwechsel erlebte sie einen starken Zulauf, obwohl sie sich durch die Integration in den sowjetischen Herrschaftsapparat zum Teil diskreditiert hatte.
Die Wirtschaft Russlands erlebte mit dem Zerfall der Sowjetunion einen starken Einbruch, sowohl in der Industrieproduktion als auch in der Landwirtschaft. Der nach 1993 wieder einsetzende Aufschwung blieb 1998 in einer nur durch internationale Finanzintervention behobenen Finanzkrise stecken, so dass die Wirtschaftsleistung zu Beginn des 21. Jahrhunderts längst noch nicht wieder das Niveau von 1990 erreichte. Während der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft einen ungehemmten Kapitalismus mit aus "Raubprivatisierungen" hervorgegangenen großen Unternehmenskomplexen ("Oligarchen") hervorbrachte und eine kleine Schicht Neureicher entstehen ließ, verarmten große Teile der Bevölkerung. Hemmend auf die wirtschaftliche Entwicklung wirkten sich ausbleibende Investitionen aus: Gründe waren u.a. Korruption sowie fehlende Rechtssicherheit und Unternehmenskultur. Bestimmende Branchen und verantwortlich für den größten Teil der Deviseneinnahmen sind der Energiesektor und die rohstoffverarbeitende Industrie, die meist noch unter entscheidendem Einfluss des Staates stehen. Im Agrarsektor versorgen nicht die unproduktiven ehemaligen Kolchosen und Staatsgüter die Bevölkerung, sondern wie zu Sowjetzeiten die Nebenerwerbslandwirtschaft. Die Zahl der freien Bauern ist auch aus historischen Gründen verschwindend gering.
Trotz ihrer Vorzugsstellung als "staatstragende" Nation wurden auch die Russen von der Woge nationalen Aufbegehrens erfasst, die in den 1980er Jahren durch die Sowjetunion ging. Man wollte sich auf die nationalen Wurzeln und Traditionen besinnen, wollte bewusst wieder Russe und nicht bloß Sowjetbürger sein. Der neue russische Nationalismus hat viele Gesichter. Die extreme Richtung will zurück zum dörflichen "echten Russentum"; sie verabscheut den "dekadenten Westen", lehnt Demokratie und Individualismus ab und geht meist mit Antisemitismus einher. Diese dumpfe Ideologie hatte Anfang der 1990er Jahre bedrohlich viele Anhänger gewonnen, auch unter Intellektuellen. Die Mehrheit vertritt einen demokratischen Patriotismus, der durch den Sieg des Volkes über die reaktionären Putschisten im August 1991 einen mächtigen Auftrieb erfahren hatte. Sie will Russland zu einem modernen, westlich orientierten Land machen. Ihr führender Repräsentant war Boris Jelzin, ab Juni 1991 - erneut gewählt 1996 - der erste vom Volk gewählte Präsident Russlands (bis 1999), dessen Amtsführung freilich auch autoritäre Züge zeigte.
Die politische Kultur genügte daher nur zu einem geringen Teil demokratischen Standards; die Bildung von Parteien war, mit Ausnahme der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, weniger von politischen Anschauungen als von einzelnen Personen und ihren Interessen (auch des Präsidenten) inspiriert.

Pressefreit
Damals wie heute wird die Pressefreiheit durch massive Interventionen "aus dem Kreml" immer wieder bedroht. Dem System zu kritische Journalisten werden notfalls auch völlig ausgeschaltet. So gilt Russland als eines der gefährlichsten Territorien für Journalisten weltweit.

Rote Mafia, Roter Octopus

Die russische Mafia hat einen gewaltigen Einfluss auf die wichtigsten gesellschaftlichen Bereiche. Ihr Arm reicht bis in die USA, mit starken Verbindungen zum Rothschild-Netzwerk, zur Anti-Defamation League (ADL) und dem American Israel Public Affairs Committe (AIPAC), der mehr oder weniger die USA regiert. Es gibt enge Verbindungen zum israelischen Geheimdienst Mossad, wie auch zum russischen FSB u.a. (siehe auch: The Russian Mafia in America, Laura Radanko).

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Landesnatur

Die Russische Föderation ist ein Land von kontinentalem Ausmaß. Es ist mit über 17 Millionen km² fast doppelt so groß wie die USA und erstreckt sich von der Ostsee und dem Schwarzen Meer im Westen über Osteuropa und Sibirien bis zum Pazifik im Osten wobei es 11 Zeitzonen von GMT+2 bis GMT+12 durchläuft ( Russlands Zeitzonen). Die osteuropäische Tiefebene ist das Kernland Russlands. Es ragt nur in den flachwelligen Höhenrücken, die ebenso wie die Seenplatten das Ergebnis der pleistozänen Vereisung sind, über die 200-Meter-Höhenlinie hinaus.
Nach Osten wird es vom 2000 km langen Uralgebirge begrenzt, das mit seinem steilen und unvermittelten Ostabfall die orographische Grenze zwischen Europa und Asien bildet. Östlich des Urals folgen das Westsibirische Tiefland, das zu den größten Tiefländern der Erde zählt, das Mittelsibirische Bergland und das Ostsibirische Gebirgsland. Im Süden Russlands erstreckt sich ein breiter ebener Steppengürtel, der von mächtigen Lößdecken überzogen ist.
Der geeignete Schlüssel zum Verständnis des sich 9000 km von West nach Ost und 4000 km vom nördlichen Eismeer bis zu den Hochgebirgen von Kaukasus, Altai, Sajan und Transbaikalien im Süden erstreckenden Landes ist die unterschiedliche regionale Ausprägung des Klimas. Es überlagern sich zwei Tendenzen: zunehmende Sonneneinstrahlung und damit Wärme von Nord nach Süd, zunehmende winterliche Kälte und Trockenheit von West nach Ost (Kontinentalität). Das Klima ist ganz wesentlich an der Bildung der "großen Zonen der Natur" beteiligt, die in der Regel nach der natürlichen Vegetation benannt werden - auch wenn diese heute schon oft durch Kulturvegetation ersetzt ist.

Tundra und Taiga
Südlich der Eismeerküste erstreckt sich die Tundrazone wie ein Band, das wegen der zunehmenden Kontinentalität des Klimas nach Osten hin breiter wird. Selbst am Südrand dieser Zone übersteigen die Sommertemperaturen im Julimittel nicht 10°C. Die Durchschnittstemperatur im Januar liegt im europäischen Landesteil bei - 8°C bis - 20°C, in Sibirien bei - 20°C bis - 34°C. Trotz geringer Niederschläge ist die Luftfeuchtigkeit (Nebel, starke Bewölkung) hoch. Hier fehlen Bäume vollkommen. Die Strauchvegetation erreicht in windgeschützten Niederungen Hüfthöhe. Ansonsten dominieren Flechten und Moose. Als Lebensraum für den Menschen kommt die Tundrazone nur inselhaft in Betracht - in Bergbausiedlungen wie Workuta und Norilsk oder Verkehrssiedlungen wie Murmansk.
Nach Süden folgt die Taiga, ein ausgedehnter Waldgürtel des gemäßigten Klimabereichs. Die Durchschnittstemperaturen des wärmsten Monats liegen zwischen 10°C im Norden und 20°C im Süden. Die Winter haben im Westen Januarmittel von - 10°C, im Osten bis - 45°C und sind somit kälter als in der Tundra.
In der Regel fallen mehr Niederschläge als an Feuchtigkeit verdunstet - außer in den innersten und damit auch wintertrockensten Teilen Sibiriens. Die Böden sind meist mineral- und humusarm und bieten für eine ackerbauliche Nutzung nur begrenzte Möglichkeiten. Dies ändert sich zum Südrand der Taiga. Dort werden die Böden humusreicher, die Temperaturen wärmer und die Vegetationszeiten länger.

Wald- und Steppenland
Im europäischen Landesteil und im Fernen Osten folgen auf die Taiga natürliche Misch- und Laubwaldgebiete. In Sibirien sind sie - wegen der großen Winterkälte - unterbrochen. Der osteuropäische Mischwald ist ein "Geschenk" relativ feuchter atlantischer Luftmassen. Die Wintertemperaturen liegen im Westen um - 3°C, im Osten, etwa an der mittleren Wolga, bei - 12°C. Obwohl dieses Gebiet weder durch Fruchtbarkeit noch mit nennenswerten Rohstoffen gesegnet ist, bildete es das Kernland des spätmittelalterlichen russischen Reiches. Hier liegen Moskau und Sankt Petersburg.
Die nach Süden folgende Waldsteppenzone verbindet die natürlichen Gunstfaktoren von Wald- und Steppenland in beinahe optimaler Weise: die Feuchtigkeit des Waldlandes mit der Sommerwärme und der Länge der Vegetationszeit sowie den humusreichen Böden der Steppe.
Besonders im Westen, der heute zum Staatsgebiet der Ukraine gehört, findet die Landwirtschaft hervorragende Verhältnisse vor, vor allem für den Anbau von Weizen und Zuckerrüben. Aus diesem Grund musste die ursprüngliche Vegetation einer intensiven Kultivierung weichen. Östlich des Dnjepr Richtung Don und Wolga wird die Waldsteppe trocken, Bodenerosion zerreißt die Lößdecke in tiefe Schluchten - gelegentlich versalzen die Böden.
Damit beginnen die Steppen-, Wüstensteppen- und Wüstenzonen der zentralasiatischen Staaten. Anteil an der eurasischen Steppenzone hat Russland am unteren Don, dem nördlichen Vorland des Kaukasus, an der unteren Wolga und dann - unterbrochen von den Steppenregionen Kasachstans - im Vorland von Altai und Sajan am oberen Irtysch und Ob.

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Sibirien

Auch wenn Russland schon an der Ostsee beginnt und seine kulturellen Zentren in Europa liegen, nimmt doch der Landesteil östlich des Urals mit einer Fläche von 10 Millionen km² den größten Teil der Russischen Föderation ein: Sibirien.

Mit dem Wort verbinden sich unterschiedliche Vorstellungen: die unendlichen Nadelwälder der Taiga; Sumpf und Myriaden von Mücken im kurzen Sommer, eisige Kälte im langen Winter; reiche Rohstoffvorkommen und gigantische Umweltzerstörung; Verbannung und Straflager; schließlich die heroische Leistungen der Sibiriaken, die Flüsse stauten, Städte und riesige Industriekomplexe aus dem Permafrostboden stampften und Gleise bis an den Pazifischen Ozean verlegten. In Sibirien trifft der imperiale Anspruch Russlands auf die harte Realität eines Halbkontinents, dessen Erschließung von Wirtschaftsstrategen gefordert, von Ingenieuren geleistet und von der Natur bezahlt wird.

Natur, Wirtschaft, Verkehr
Die Geographen teilen Sibirien in drei Großräume auf: das Westsibirische Tiefland, das Mittelsibirische Bergland zwischen Jenissej und Lena und Ostsibirien bis zur pazifischen Wasserscheide. Im Nordosten erstreckt sich eine gewaltige Gebirgslandschaft, der sich die Tiefebenen der Tundra anschließen.

Im Süden speichert der bis 1637 m tiefe Baikalsee, das "heilige Meer" Sibiriens, ein Fünftel der Welt-Süßwasserreserven und gibt, von Gebirgen umrahmt, einer einzigartigen Tierwelt ihren Lebensraum. Das extrem kontinentale Klima mit nur geringem Niederschlag zeigt sich in den großen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter, wo an den Kältepolen der Erde bei Werchojansk und Ojmjakon im Nordosten schon einmal -70 °C erreicht werden können (der kälteste Ort der Welt war bis 1983 das 1000-Seelen-Dorf Ojmjakon, 640 km nordöstlich von Jakutsk, wo im Winter 1926 eine Temperatur von -71,2°C gemessen wurde.

Als kälteste Stadt der Welt rühmt sich auch die 2000 Einwohner zählende Stadt Werchojansk, wo 1885 ein Verbannter des Zarenreichs -67,8°C gemessen hat. Seit 1983 ist die russische Forschungsstation Wostok in der Antarktis der Kältepol der Erde. 1983 wurden hier -89,2°C und 1997 angeblich -91,5°C gemessen). Im Winter bleibt die eher dünne Schneedecke dann acht Monate liegen, bevor der kurze Frühling im Mai den Dauerfrostboden (der Unterboden ist bis in die Tiefe von 1500 m gefroren) an der Oberfläche aufweicht und im sechs- bis achtwöchigen Sommer wieder Schiffe die mächtigen Ströme Sibiriens befahren können. Der Rohstoffreichtum Sibiriens macht die Bedeutung Russlands als Industrienation aus. Ohne Brennstoff aus Sibirien, d. h. Erdöl und Erdgas von der Halbinsel Jamal und den sumpfigen Weiten Westsibiriens, Kohle aus dem Kusnezker Becken und Jakutien, Strom aus den Bratsker Turbinen, würden die Hütten-, Stahl-und Aluminiumwerke des Landes stillstehen und die Lichter in weiten Teilen Europas ausgehen. Hinzu kommen die verschiedensten Erze vom Alatau im Süden bis Norilsk im Norden. Rohstoffgewinnung und Erschließung gehören vor allem in Sibirien zusammen. Es ist kein Zufall, daß die seit Ende des 16. Jahrhunderts im Auftrag des Moskauer Zaren angelegten Städte erst mit der Eisenbahn zu großen Industriezentren und Verkehrsknotenpunkten wurden. So wurden die Schienenstränge der 1898-1916 erbauten Transsibirischen Eisenbahn und die 1984 in großen Teilen fertiggestellte Baikal-Amur-Magistrale (BAM) zum Mythos, den, die Transsib betreffend, in "voller Länge" aufzuspüren heute in erster Linie ausländischen Touristen vorbehalten bleibt. Das moderne russische "Biziness" hat mit Pipeline und Flugzeug schnellere Transport- und Kommunikationsmittel zur Verfügung.

Die Menschen
Sibirien hat schon den Menschen der Stein-, Bronze- und Eisenzeit Lebensraum geboten. Die vielfältigen Kulturen, die sich auf seinem Boden ausbreiteten und die gar nicht selten über die weiten Steppen nach Westen kamen, leben in den zahlreichen indigenen Völkern des Landes fort, auch wenn sie heute kaum 10% der Bevölkerung stellen. Ewenken, Jakuten oder Burjaten haben sich dabei kaum der dauerhaften und stellenweise massiven Russifizierung und den Ansprüchen der Industrialisierung widersetzen können. Ihre ursprüngliche Lebensweise hat sich nur noch in Inseln erhalten, gewinnt aber im Zuge eines neuen kulturellen Selbstbewusstseins wieder an Bedeutung.

Erleichtert wird die Suche nach der eigenen Geschichte und Identität durch den Wegzug der russischen "Pioniere", die in der Sowjetzeit durch gute Bezahlung und Privilegien in die unwirtlichen Weiten gelockt und gehalten wurden.
Der (russische) Sibiriak lebt zu zwei Dritteln in der Stadt, wobei "Stadt" sowohl die Millionenmetropolen Nowosibirsk und Omsk als auch verlorene Außenposten wie Tixi am Ufer der Laptewsee bedeuten kann. Die meisten Großstädte Sibiriens liegen im Süden in den klimatisch gemäßigteren Gebieten an Irtysch, Ob, Jenissej und Angara sowie im Kusnezker Becken und weiter ostwärts am Grenzfluss Amur. Die "Kuriere des Zaren" und Kosaken der Kaufleute Stroganow brauchten weniger als 70 Jahre, um den Pazifik zu erreichen. Auch wenn der Zar weit weg in Moskau saß, verkündete er doch am anderen Ende der Welt, gleichsam in Stein gehauen, sein umfassendes Ziel: "Beherrsche den Osten!" - Wladiwostok.

Tradition: Maultrommelspiel
In Sacha-Jakutien ist eines der weltweit wichtigsten Zentren des Maultrommelspiels und der Maultrommelproduktion. Die Maultrommeln von Gogolew, Burtsew, Innokenti und Michailow zählen zu den weltweit besten. Traditionell gilt die Maultrommel (Chomus) in Jakutien als Instrument, auf welchem die Frauen ihre Gefühle ausdrücken. So liegt der Schwerpunkt im jakutischen Maultrommelspiel weniger auf der Melodie als vielmehr auf der Wiedergabe von individuellen Stimmungen, von charakteristischen Atmosphären und Lauten in der Natur, sowie von Texten, – sogenannte "sprechende Maultrommel". In Viljuisk wird immer noch die traditionellste Form des Maultrommelspiels gepflegt. Diese zeichnet sich durch feste Rhythmen und die "sprechende Maultrommel" aus.

Wegen der Nähe zum Schamanismus war das Maultrommelspiel unter Stalin verboten und wurde verfolgt. Erst in 1970er Jahren erfuhr die Chomus, vorangetrieben von Iwan Alexejew, eine Wiederbelebung. Alexejew ist Gründer und Leiter des Ensembles "Algys", Lehrmeister der besten Maultrommelspieler Jakutiens, Präsident der jakutischen Chomus-Organisation und unermüdlicher Förderer der internationalen Maultrommelforschung und –renaissance.

Als bester Maultrommelspieler der Welt gilt Spiridon Shishigin, der oft auch mit einer Heilerin als Musiktherapeut zusammenarbeitet.
In Jakutsk, der Hauptstadt von Sacha-Jakutien, befindet sich das erste Maultrommelmuseum der Welt und 1991 fand hier das 2.Internationale Maultrommelfestival statt.

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Geschichte

Um die Mitte des 9. Jahrhunderts errichteten normannische Händler und Krieger (Waräger) auf dem Weg von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer ein loses Herrschaftssystem in dem von ostslawischen Völkern dünn besiedelten Land. Dieses diente als Basis für den Handel mit den "Griechen" wie auch für Angriffe auf Byzanz. Nowgorod im Norden und Kiew im Süden wurden die Mittelpunkte des "Kiewer Reiches" (auch "Rus"), das nach der Annahme des Christentums in seiner ostkirchlichen Form (988) eine kulturelle Blüte erlebte. Die Übernahme des orthodoxen Glaubens sollte später mit dazu beitragen, dass Reformation und Renaissance, die das westeuropäische Geistesleben entscheidend formten, an Russland vorbeigingen. Mit dem Tode Jaroslavs (1019-1054) wurde die Rus durch Erbteilung in zahlreiche Fürstentümer zersplittert.
In eine schwere Krise gerieten die russischen Fürstentümer im 13. Jahrhundert, als die "Goldene Horde" Kiew und andere russische Fürstenstädte verwüstete. Auch nach dem 1241 erfolgten Abzug der Mongolen aus Ostmitteleuropa blieb ein Großteil der russischen Fürstentümer etwa zwei Jahrhunderte lang unter ihrer Oberhoheit.
In dieser Situation begann der Aufstieg Moskaus, eines kleinen Teilfürstentums, das in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur dauernden Fürstenresidenz wurde. Im 14. und 15. Jahrhundert wuchs es durch die "Sammlung der russischen Erde" zu einem bedeutenden Machtzentrum, dessen Herrscher sich zu Großfürsten, ja zu Zaren erhoben. Das Moskauer Reich trat mit dem katholischen polnisch-litauischen Doppelreich, das in den Besitz eines großen Teils der westlichen russischen Fürstentümer geraten war, in eine jahrhundertelange Konkurrenz.
Das Moskauer Reich vergrößerte im 16. Jahrhundert unter Zar Iwan IV. (1533-1584), dem Schrecklichen, sein Territorium nach Osten zur Wolga und jenseits des Urals. Damit wurde der Herrschaftsanspruch auf Räume ausgedehnt, die nie zur Kiewer Rus gehört hatten und nie russisch besiedelt waren.

Der Aufstieg zur europäischen Großmacht
In der Periode Zar Peter des Großen (1682 bis 1725) begann die Modernisierung Russlands. Mit Reformen nach westeuropäischem Muster versuchte er, die "moskowitische Rückständigkeit" zu überwinden. Der lange "Nordische Krieg" mit Schweden endete 1721 siegreich: Schwedens Vormacht an der Ostsee war gebrochen, und Russland - jetzt ein Kaiserreich mit der neu erbauten Hauptstadt Sankt Petersburg - hatte im Baltikum festen Fuß gefasst. Peter der Große hatte Russland ins europäische Mächtesystem eingefügt und "das Fenster nach Europa auf gestoßen".
Peters Nachfolger haben selbst dann, wenn sie schwach waren, sein Erbe nicht verspielt. Aus ihnen ragt vor allem Kaiserin Katharina II. (1762-1796) hervor: Während ihrer Regentschaft stieß Russland durch die Annexion der südlichen Ukraine auf Kosten des Osmanischen Reiches ans Schwarze Meer vor und beteiligte sich an den "Teilungen" Polens, das damit für über ein Jahrhundert von der Landkarte verschwand.

Bauernbefreiung und Revolution
So grenzte Russland im 19. Jahrhundert und bis zum Ersten Weltkrieg an Preußen und an Österreich. Russland zog sich in dieser Zeit als erzkonservative Macht bei den europäischen Liberalen starke Abneigung zu, die bis weit ins 20. Jahrhundert erhalten blieb. Hinzu kam Russlands Rückständigkeit: Dass es dort zwischen dem Adel und den Massen der bis zur Bauernbefreiung von 1861 noch leibeigenen Bauern nahezu kein Bürgertum gab, behinderte die Industrialisierung, mit der das übrige Europa schon weit vorangekommen war. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, rund ein Jahrhundert später als in England, begann die Industrialisierung auch in Russland und löste einen erheblichen sozialen Wandel aus. Die erste russische Revolution, die 1905 während des japanisch-russischen Krieges ausbrach, wurde nicht nur von einer bürgerlichliberalen Bewegung, sondern auch bereits von der Industriearbeiterschaft getragen. Eine erste Rätebewegung wurde zwar noch unterdrückt, der Zar wurde aber gezwungen, durch die Einführung einer Verfassung mit einem Parlament, der Duma, das bis dahin autokratische System zu mäßigen. So war das folgende Jahrzehnt durch Reformen im öffentlichen Leben, auch im Agrarsystem, gekennzeichnet; diese Jahre galten als ein "silbernes Zeitalter der russischen Kultur".

Literaturtipp: Russland vor und nach dem Kriege, Autor: Julius Albert Wilhelm von Eckardt, 1879

Es ist eine kaum lösbare Streitfrage, ob der Ausbruch des Ersten Weltkriegs die dennoch bestehenden Spannungen im Russischen Reich eher eingedämmt und die Revolutionen von 1917 verzögert hat oder ob die begonnenen Reformen, wären sie nicht durch den Weltkrieg unterbrochen worden, Russland auch ohne Revolution auf den Weg einer friedlichen Entwicklung zu einem modernen Industriestaat geführt hätten.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs musste Russland innerhalb von zwei Jahren empfindliche militärische Niederlagen hinnehmen. Die Wirtschaft stand am Rand des Ruins. Die Blutopfer auf dem Schlachtfeld, der Hunger in den Städten und die ungeklärte Landfrage mündeten im Februar 1917 in Massendemonstrationen und Streiks, bei denen Brot, Frieden und Land gefordert wurden. Als sich die Soldaten in Petrograd (Sankt Petersburg) mit den Demonstranten verbrüderten, war das Ende des Zarismus besiegelt.
Am 3. März 1917 musste Zar Nikolaus II. abdanken. Nach dem Vorbild der ersten russischen Revolution von 1905 bildete sich ein Arbeiter- und Soldatenrat (Sowjet), der sich als höchste Autorität verstand. Aus liberalen Kreisen der letzten "Duma" entstand parallel dazu eine provisorische Regierung, die die Regierungsgeschäfte übernahm. Keine der beiden Institutionen hatte genug Macht, die Herrschaft selbst zu übernehmen. Dies gelang Lenins (1870-1924) linken Sozialdemokraten, den Bolschewiki, erst unter Leitung des Vorsitzenden des Petrograder Sowjets Leo Trotzkij (richtiger Name: Lew Dawidowitsch Bronstein; fünftes Kind jüdischer Eltern; 1889 bis 1940; "Theorie der permanenten Revolution" - siehe auch: Rakowski-Protokoll, 1938) in der "Oktoberrevolution" von 1917. Sie errichteten unter Führung Lenins eine Räteregierung.

Vladimir Ilyich Ulyanov, Codename "Lenin"
Sir Winston Churchill, Premierminister von Großbritannien während des Zweiten Weltkriegs, schrieb: Die Deutschen transportierten Lenin in einem versiegelten Zug vom revolutionären Hauptquartier in der Schweiz nach Russland. Das deutsche Militär garantierte freie und sichere Durchfahrt des Zuges. Ein Verlassen des Zugs war während der Fahrt durch Deutschland jedoch verboten. Das Deutsche Reich unterstützte die Oktoberrevolution mit viel Geld. Wie der Akteneintrag belegt, wurden mit Machtantritt Lenins im November 1917 für Propaganda und spezielle Angelegenheiten 40.580.997 Mark übergeben (Eintrag vom 5. Februar 1918). Das meiste Geld ging direkt an die neue kommunistische Regierung. Mit deutschem Geld wurde auch das Parteiorgan "Prawda" (gegründet 1912) aufgebaut. Die kommunistischen Idee wurde von einigen deutschen Industriellen und Bankiers unterstützt.
Wie Richard von Kühlmann (Staatssekretär des Auswärtigen Amtes des deutschen Kaiserreichs - Außenminister 1917/18) in mehreren Telegrammen konstatiert, hätte die bolschewistische Bewegung ohne die stetige deutsche Unterstützung nie überlebt, bzw. je diese Macht bekommen. Lenin hat die Unterstützung aus deutschen Kanälen allerdings bestritten.
Finanzielle Unterstützung erhielt die kommunistische Bewegung nicht nur aus der Schatzkammer des Deutschen Reichs, auch bekannte Industrielle und Bankiers (z.B.: Jakob Schiff mit Verbindung zum Haus Rothschild und USA; Max Warburg, Mitbegründer der "IG Farben" und Bruder von Paul Warburg, Mitbegründer der FED in den USA) organisierten großzügige Kredite über den westlichen Finanzmarkt. Siehe hierzu: The sealed Train, Michael Pearson.
Arsene de Goulevitsch (ehemaliger General in der Anti-Bolschewikischen "Weißen" Russischen Armee) schrieb in seinem Buch Czarism and Revolution, dass finanzielle Unterstützung für die Kommunisten auch aus britischen Quellen kam. Eine dieser Quellen war Alfred Milner (Round Table - siehe  Neue Weltordnung), der auch eine wichtige Rolle in Südafrika während des Boer-Krieges spielte. In dieser Zeit erschufen Milner und Lord Herbert Kitchener dort das Konzentrationslager, das ins kommunistische Russland und später ins Deutsche Reich exportiert wurde. Die Lager waren in der Sowjetunion für viele Jahrzehnte ein bedeutender Wirtschaftsfaktor (siehe Gulag). Dutzende Millionen Menschen durchliefen diese Arbeitslager - etwa 10 Prozent von ihnen kamen dort ums Leben. In der Zeit von 1917 bis 1950 wurden mehr als 10 Millionen Menschen direkt oder indirekt Opfer des kommunistischen Systems in der Sowjetunion - unter Stalin (gewarnt vor Stalin hatte Lenin noch auf seinem Totenbett).
Nicht wenige Russen halten die Briten schlechthin für die eigentlichen Weltterroristen, verantwortlich für die Ermordung der Zarenfamilie 1918, die Machtergreifung Lenins (City of London - Rothschild - Lenin - Genfersee - Nachbarn - sahen sich regelmäßig) und das Projekt "Adolf Hitler" (Hjalmar Schacht, Marionette des Bankenkartells und interner Dienstvorgesetzter Adolf Hitlers, im Auftrag der City of London). Sinn und Zweck ist es, Russland derart zu schwächen, um sich das Land und die enormen Bodenschätze anzueignen. Die Ukraine-Krise im Jahr 2014 ist, wenn man so will, die Fortsetzung des Krieges gegen Russland. Schon Otto von Bismarck hat gesagt, dass man Russlands Macht nur brechen könne, wenn man es von Kleinrussland, i.e. die Ukraine, trenne. Und 100 Jahre später hat Zbigniew Brzezinski (Berater unter J. Carter und Obama) die gleiche Idee in seinem Buch "The Grand Chessboard" formuliert (siehe auch: www.hintergrund.de, Die Welt als Schachbrett - Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski, 26. August 2008). Das letzte Ziel ist die Vereinheitlichung der Welt zu einem Weltstaat - mit einer Weltregierung, einem Weltmilitär, einer Weltwährung, einem Weltkonzern, einer Weltreligion. Russland und China scheinen diesem Vorhaben noch im Weg zu stehen, zumindest sieht es nach außen hin so aus.
Karl Marx (*1818 in Trier; †1883 in London, bürgerlicher Rechtsanwalt, einflussreichster Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus) fand in seinem Freund Friedrich Engels (wohlhabender Industrieller) seinen Co-Autor für das Kommunistische Manifest. Karl Marx war als junger Mann Sprecher der deutsch-französischen Organisation "Bund der Gerechten", der Vorläufer und Keimzelle aller späteren sozialistischen und kommunistischen Parteien in der Welt war. Der "Bund der Gerechten" (ab 1847 "Bund der Kommunisten"), angeführt von Karl Schapper, lässt sich direkt auf den ersten deutschen Theoretiker des Kommunismus Wilhelm Weitling in Paris und indirekt auf Louis-Auguste Blanqui zurückführen. Blanqui gehörte zu einem Netzwerk französischer geheimer Gesellschaften, die fast alle ihre Wurzel in der alten Bruderschaft haben - siehe  Neue Weltordnung. Diese Gesellschaften planten und organisierten zahlreiche Aufstände und Revolutionen, so z.B die 1830er Revolution in Frankreich. Blanqui war ebenso Unterstützer von Louis-Philippe, dem letzten König Frankreichs (1830-1848 "König der Franzosen"). Blanqui war für den "Bund der Gerechten" die Inspiration für die Rebellion in Paris 1839, als auch für die revolutionäre Pariser Commune im Jahr 1871.
Siehe auch:
 Humanismus - Reformation - Protestantismus - Bruderschaften
Die Blutlinien: Die britische Königin Elizabeth II. ist mit ihrem Cousin 3. Grades, Philip Mountbatten (anglisierter Name von Battenberg), verheiratet. Väterlicherseits entstammt Philip dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, mütterlicherseits dem Haus Battenberg. Philip ist verwandt mit sieben Zaren... Der Fabrikarbeiter Pawel Medwedew will die Leichen der ermordeten Zaren-Familie im Ipatjew-Haus in Jekaterinburg gesehen haben (1918). Möglicherweise wurde Medwedew, der kurz nach seiner Zeugenaussage unter mysteriösen Umständen starb, Namensgeber für Zarewitsch Alexei (*1904), Sohn des 1918 hingerichteten letzten Zaren Nikolaus II., der dem bolschewistischen Blutrausch nach Meinung einiger Historiker entkommen konnte. Alexei, der während des 2. Weltkriegs offenbar in Südfrankreich gelebt hat, litt wie seine Mutter Alix von Hessen-Darmstadt (hessische Blutlinie) unter einer Bluterkrankheit. Ihm zur Seite stand der "Wunderheiler" und Ratgeber der Zarenfamilie, Rasputin (ermordet von engen Verwandten des Zaren 1916, bzw. des englischen Geheimdienstes MI6, wie einige meinen - vor und während der Oktoberrevolution hielten sich laut Arsene Goulevitsch "Czarism and Revolution" zahlreiche britische Agenten in Russland auf). 90 Jahre nach dem Tod des letzten Zaren wird ein gewisser Dimitri Medwedew russischer Staatspräsident (2008-2012) - eine Ähnlichkeit mit Nikolaus II. (Romanov) ist unverkennbar. Ihm zur Seite steht Wladimir Putin (russischer Staatspräsident von 2000-2008 und ab 2012) - eine verwandtschaftliche Beziehung zu Gregori Rasputin soll es aber nach offizieller Darstellung nicht geben.
Siehe auch:  Die britische Monarchie
Deutsches Kapital finanzierte die Oktoberrevolution
Wie aus einem Artikel der London Times vom 27. Dezember 1917 hervorgeht, wurde die Oktoberrevolution von deutschen Bankiers mitfinanziert. Es gibt Schätzungen, dass bis zu 50 Millionen Mark geflossen sind, was umgerechnet heute mindestens eine halbe Milliarde Euro entspricht.
Wichtiger Wegbereiter für die deutschen Finanztransfers war der damalige Finanzattaché der deutschen Gesandtschaft, Dr. Fritz Warburg, dessen Bruder Paul Warburg (eingebürgerter US-Amerikaner) bei der Gründung der Federal Reserve (Fed) 1913 in den USA eine herausragende Rolle gespielt hat.

Siehe auch:  Neue Weltordnung.

Das Straflager-System G U L A G

(Glawnoje Uprawlenie Lagerej, "Hauptverwaltung Lager")

Josef Wissarionowitsch Dschugaschweli ("Sohn des Juden"; Kampfname Stalin, "der Stählerne") ist zwischen 1902 und 1917 achtmal verhaftet und verurteilt worden, u.a. wegen Bankraubs. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Mitgefangenen Wladimir Iljitsch Uljanow (Kampfname Lenin) erschaffte er das größte und tödlichste Straflager-System, das die Welt bis heute gesehen hat, bekannt als GULAG. Das Buch "Der Archipel Gulag" von Alexander Solschenyzin (1918-2008), der selbst acht Jahre in Lagern verbracht hat, vermittelt einen erschütternden Eindruck dieses menschenverachtenden und -vernichtenden Systems. Das Buch wurde 1973 im Westen ein Bestseller. In der Sowjetunion durfte es ab 1989 erscheinen. Seit September 2009 (ein Jahr nach dem Tod von Solchenyzin) wurde "Der Archipel Gulag" zur Pflichtlektüre an Russlands Schulen.

Stalin usurpiert die Macht
Nach den schwierigen Jahren des Bürgerkriegs (1918-1921) und der Härte des "Kriegskommunismus" wurde die Wirtschaftspolitik im Rahmen der "Neuen ökonomischen Politik" (NEP) neu gestaltet. Das politische Leben - 1922 wurde die Sowjetunion gebildet - wurde jedoch zunehmend restriktiver. Die Herrschaft der Arbeiterklasse wurde durch die Herrschaft der Partei ersetzt, die der Partei durch das Zentralkomitee, und dieses wurde schließlich durch die Diktatur eines einzelnen - Stalins - abgelöst. Nach dem Tode Lenins begann ein erbitterter Kampf um seine Nachfolge, aus dem schließlich der damalige Generalsekretär Stalin als Sieger hervorging. Dabei ging er wechselnde Bündnisse ein und schaltete so zunächst die "Linken" Trotzkij und Radek (1885-1939), dann Sinowjew (1883-1936) und Kamenew (1883-1936) aus und anschließend den "Block der Rechten" Bucharin (1888-1938), Tomskij und Rykow (1881-1938). Die soziale Basis, auf die er sich in seinem Machtkampf stützen konnte, war die immer weiter ausufernde Partei- und Staatsbürokratie, die mit Privilegien korrumpiert wurde. In den 1930er Jahren wurden die Oppositionellen, fast die gesamte alte Garde der Bolschewik!, in einer Reihe von Schauprozessen als Verräter und Agenten verurteilt und hingerichtet. Den Säuberungswellen der 1930er Jahre fielen neueren Forschungsergebnissen zufolge zwischen sechs und acht Millionen Menschen zum Opfer. Millionen Tote forderte auch der 1928/29 eingeleitete Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik: Eine forcierte, auch jugendlichen Enthusiasmus (Komsomolzen) nutzende Industrialisierung und die Kollektivierung der Landwirtschaft ersetzten die NEP. Dadurch wurde eine große Hungersnot, vor allem in der Ukraine, provoziert und ungefähr zehn Millionen Bauern wurden von ihrem Land vertrieben und nach Sibirien verbannt. Dennoch - diese menschenverachtende Politik und die planwirtschaftliche Kommandowirtschaft förderten die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Der "Große Vaterländische Krieg"
Trotz dieser Gewaltmethoden wird Stalin bis heute von Teilen der Bevölkerung geschätzt. Diese Achtung hat er sich in ihren Augen während des Zweiten Weltkrieges, der auf russischer Seite als der "Große Vaterländische Krieg" bezeichnet wird, erworben. Nur - die Sowjetunion hat diesen Krieg nicht wegen Stalin, sondern trotz Stalin gewonnen: Er hatte in den Säuberungen der 1930er Jahre fast das ganze höhere Offizierskorps vernichtet, und er glaubte nicht den vielfältigen Warnungen vor einem deutschen Angriff, weil er (zumindest vorerst) auf den 1939 mit Hitler geschlossenen Nichtangriffspakt vertraute.

Jalta-Konferenzen des 21. Jahrhunderts: YES - Yalta European Strategy
Seit 2003 treffen sich die Spitzenleute aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Medien und Wissenschaft in Jalta ( Ukraine). 2013 jährte sich dieses Treffen, vergleichbar mit den Bilderberger-Treffen, zum zehnten Mal. Unter der Überschrift "Changing Ukraine in a Changing World: Factors of Success" wurde »[...] über Themen zur Weltbesserung, besonders angesichts des aktuellen wirtschaftlichen und politischen Wandels in der Welt [...]«, insbesondere über Energiefragen diskutiert.
Zitat: Alles Schall und Rauch: Das Elitetreffen des Ostens fand statt, 21.10.2013
 Neue Weltordnung

Nur unter größten Opfern - man spricht von 27 Millionen Kriegstoten - gelang es, den Angreifer zurückzuschlagen. Der Sieg brachte der Sowjetunion beträchtliche Gebietsgewinne und eine große Einflußsphäre durch einen Gürtel von "Satellitenstaaten" in Ost- und Mitteleuropa.

Das Ende der Sowjetunion und die Rolle freimaurerischer Logen
Stalin starb 1953. Unter seinem Nachfolger Chruschtschow (1894-1971) wurde der Terror gemildert und etwas mehr Rechtssicherheit und kultureller Spielraum gewährt. Das Wesen der kommunistischen Parteidiktatur blieb in dieser Phase des "Tauwetters" davon unberührt. In den beiden Jahrzehnten der Regierung Breschnews (1906-1982) - später als "Stagnationsperiode" bezeichnet - wurden viele Reformen Chruschtschows rückgängig gemacht. Weltpolitisch erreichte die Sowjetunion den strategischen Gleichstand mit den USA.

1981 verabschiedeten die ansonsten miteinander konkurrierenden Freimaurerlogen einen auf 20 Jahre angelegten Pakt, den sie "United Freemasons for Globalization" nannten. Mit vereinter Kraft wollte man nun die "Eine Welt" Globalisierungsagenda angehen, wozu die Angleichung der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnisse auf dem ganzen Globus gehört. Dem stand der Sowjetkommunismus im Wege. In Punkt (2) des 12-Punkte-Vertrags "United Freemasons for Globalization" hieß es dann sinngemäß, dass die Liquidierung des Sowjetkommunismus, i.e. der Abbau der UdSSR, beschleunigt werden solle. Als Propagandawerkzeuge sollten (a) der Afghanistankrieg (hierdurch wurde die Sowjetunion an mehreren Fronten geschwächt) mit überspitzter Islamisierung (islamistischer Terror durch Mudschahedin; mehrere Mudschahedin-Anführer wurden in einige sog. Ur-Logen aufgenommen; Osama bin Laden z.B. wurde in die Loge Three Eyes aufgenommen) und (b) Papst Karol Wojtyla (Freiheit = Religionsfreiheit) dienen. In Osteuropa sollte in Polen die erst kürzlich gegründete Gewerkschaft Solidarnosc (1980) zur Zersetzung des Warschauer Paktes mit seinen antidemokratischen und antiliberalen Begleiterscheinungen genutzt werden - Freiheit, politische Freiheit und Religionsfreiheit (insbesondere die katholische) werden in der Argumentation als untrennbare Bestandteile gegen die russisch-kommunistische Unterdrückung eingefordert.
Im Innern der UdSSR wollte man schnellstmöglich den Abgang alter Genossen aus der Höchstgradloge Joseph de Maistre. Dazu zählten insbesondere Breschnew, Suslow, Andropow, Tschernenko und Gromyko. Dies erledigte sich bis 1988 auf natürlichem Weg.

Anmerkung: Punkt (4) des Freimaurer-Paktes sah übrigens die Wiedervereinigung Deutschlands vor.

Von den vereinten Freimaurern wurde nun Michail Gorbatschow, Mitglied in der Höchstgradloge Golden Eurasia, begünstigt (Golden Eurasia vertreten einen Sozialismus mit "menschlichem Antlitz"). Er galt als ehrgeizig und interessiert an Kontakten zu den westlichen Logenbrüdern, die schon bereitstanden.
1985 übernahm Michail Gorbatschow (* 1931) die Führung der Sowjetunion. Unter dem Schlagwort "Perestrojka" (Umbau) leitete er Reformen ein, die das System nicht abschaffen, aber effizienter machen sollten. Mit Hilfe des Höchstgradmaurers Armand Hammer (Mitglied in der antisowjetischen Loge Lux ad Orientem) wurde der Aufstieg weiterer liberaler, fortschrittlicher Reformer der Golden Eurasia, wie z.B. Edward Schewardnadse, organisiert.
Die Bewegung, die Gorbatschow in Gang setzte, gewann an Eigendynamik. Während die sog. fortschrittlich-demokratischen Logen bei dem eingeleiteten Demokratisierungsprozess auch eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen im Land voranbringen wollten, schwebte den geldmächtigen freimaurerischen Oligarchen ausschließlich die Aneignung der staatlichen Wirtschaft vor. Und es war Gorbatschow, der (bewusst oder unbewusst) einem wilden und ruinösen Neoliberalismus den Weg ebnete. Innerhalb kurzer Zeit waren die berüchtigten "russischen Oligarchen" - im Verbund mit ausländischen Unternehmern und Spekulanten - Besitzer der vormals staatlichen Industrie- und Handelsunternehmen. Das Volk hatte davon nichts.
Im Januar 1992 verfügte schließlich Gorbatschows Nachfolger, Boris Jelzin (Mitglied in der Loge Lux ad Orientem), die Freigabe der Inlandspreise, des Außenhandels und der Währung. Jelzin wurde in der ersten Phase von dem Freimaurer Jeffrey David Sachs (neoliberalistischer Harvard-Ökonom) beraten und er vertraute auf seinen Vizepräsidenten und Logenbruder Jegor Gajdar. Mit den nun folgenden neoliberalen Reformen wurde das Machtmonopol der KPdSU endgültig hinweggefegt und gleichzeitig die breite Masse des russischen Volkes in bittere Armut gestoßen.
Erst ab 2004 konnte Wladimir Putin (Golden Eurasia) dieser ruinösen Entwicklung Schritt für Schritt ein Ende setzen. Wenngleich er das Oligarchentum weitgehend unter Kontrolle und die russische Wirtschaft voran bringen konnte - auf eine gleiche Verteilung des Wohlstands und der Chancen wurde nur wenig Rücksicht genommen. Im Jahr 2016 leben nach offiziellen Zahlen (Rosstat) rund 15% der Russen (fast ein Siebtel) in Armut, d.h. rund 20 Millionen Menschen haben weniger als den Mindestertrag von 10.017 Rubel (147 US-$). Die effektive Armutsquote dürfte aber weit höher als die offizielle Zahl sein. Zum Vergleich Deutschland: Trotz guter Wirtschafts- und Beschäftigungslage liegt die Armutsquote in Deutschland seit Jahren um die 15% (2005: 14,7%; 2015: 15,7%). Arm ist in Deutschland, wer über weniger als 60% des mittleren Einkommens verfügt. Die Armutsschwelle lag 2015 bei 917 Euro für einen Single-Haushalt.

Weitere Namen und Verbindungen:
Wie aus u.g. Buch hervorgeht, hatten die "Liga der Gerechten", die "Liga der Kommunisten" und mit ihnen die Gründungsväter des Kommunismus, wie Schapper, Weitling, Bauer, Marx, Engels, Lenin, Stalin, Trotzkij, allesamt einen freimaurerischen Hintergrund.
Uljanow alias Lenin (Gründer der Loge Joseph de Maistre - als Stätte der Begegnung und des Kontakts zwischen intellektuellen Eliten, 1917 [unterstützt von der deutschen Loge Der Ring]); Lew Trotzkij (richtiger Name Leib Bronstein, Mitglied in der Pariser Loge Art et Travail - wie übrigens auch Lenin); Josef Wissarianowitsch Dschugaschwili alias Joseph Stalin war ebenso Freimaurer (ob Höchstgradmaurer wie Lenin ist unbekannt); Nikita Chruschtschow (Golden Eurasia); Alexj Nikolajewitsch Kossygin (Golden Eurasia).


Informationen zu den freimaurerischen Logen und Höchstgradlogen siehe: "Massoni. Società a responsabilità illimitata. La scoperta delle Ur-Lodges", Gioele Magaldi (2014).

up

Entwicklungen

März 2020: Coronavirus-Pandemie
Ab Ende 2019 begann ein unsichtbarer Feind zunächst in China und dann in nahezu allen Ländern der Erde seinen Krieg gegen die Menschen: Das Coronavirus (SARS-CoV-2 oder auch Covid 19). Im Februar 2020 hatte sich das Virus bereits soweit ausgebreitet, dass die WHO den globalen Pandemiefall ausgerufen hat. Seit März gilt in allen europäischen Staaten, den USA und den meisten anderen Staaten der Ausnahmezustand. Seit dem 18. März gibt es in Russland, wie in anderen Ländern auch, einen "lockdown", der erhebliche Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten behinhaltet. Die meisten Virus-Infektionen verzeichnet Moskau. Mit dem Höhepunkt der Infektionsrate wird Mitte Mai gerechnet. Währenddessen geht die Wirtschaft weiter auf Talfahrt. Millionen Menschen droht Armut.
Ende April waren weltweit mehr als 3 Millionen Menschen vom Virus infiziert, mindestens 225.000 Menschen verstarben angeblich daran.
In Russland waren Ende April nach offiziellen Angaben 106.000 Menschen vom Virus infiziert, 1.073 Todesfälle wurden gemeldet.

Siehe auch:  Vogelgrippe - Schweinegrippe - Corona

Verfassungsreform wird verschoben
Wegen der "Corona-Krise" wird die für den 22. April geplante Abstimmung über eine Verfassungsänderung verschoben. Einen neuen Termin gibt es derzeit nicht.
Die Verfassungsreform sieht vor, dass Putin über 2024 hinaus für 2 weitere Amtszeiten Präsident bleiben dürfe. Außerdem beinhaltet die Verfassungsreform eine Stärkung der traditionellen Familie (Putin betonte zuvor, dass er den westlichen Genderwahnsinn nicht mitmachen würde: solange er Präsident ist, wird die Familie aus Vater und Mutter bestehen. Die Aufweichung der traditionellen Familie durch die Gendervertreter in "Eltern1" und "Eltern2" wird es mit ihm nicht geben. Putin drückt damit auch klar seine ablehnende Haltung zu gleichgeschlechtlichen Ehen aus. Der "Glaube an Gott" wird als weiterer traditioneller Wert angeführt.

November 2016: Die Provokationen gegen Russland durch die NATO sind kaum mehr zu ertragen
Nachdem der US-Republikaner Donald Trump am 8. November die Präsidentschaftswahlen gegen seine Herausforderin Hillary Clinton gewonnen hat, wird Russland beschuldigt, die Wahlen in den USA zugunsten von Donald Trump manipuliert zu haben. Das Clinton-Lager sieht eine Manipulation der Wahlcomputer in mindestens drei Bundesstaaten und fordert eine Neuauszählung der Stimmen. Desweiteren werden vom Westen die Sanktionen gegen Russland erneuert. Ein von der EU erlassenes Dekret fordert die Untersuchung und ggf. Abschaltung von sog. "Fake News" Betreibern, darunter insbesondere russische Medien wie RT und Sputnik. Darüber hinaus will man in der EU und in den USA sog. alternative Medien stärker bezüglich "Fake News" überprüfen. Wie es von verschiendenen Seiten des politischen Establishments heißt, müsse man die Meinungshoheit zurück gewinnen. Dass ein Mann wie Donald Trump die Präsidentschaftswahlen gewinnen konnte, hinge insbesondere mit den Veröffentlichungen der alternativen Medien zusammen. Hier sieht man deutlich, dass das Establishment nicht an Wahrheit interessiert ist. Im Gegenteil: Wahrheit soll unterdrückt werden. Als wahr habe zu gelten, was als wahr gelten soll. Nur ist es heutzutage so, wie einst mit dem aufkommenden Buchdruck vor ein paar hundert Jahren. Bis dahin galt als wahr, was die Kirche verkündet hat. Nun aber gelangten vielfältigste Informationen unabhängig von der Kirche zu den Menschen, die sich damit ein anderes Bild von der Wahrheit machen konnten. So, wie der unabhängige Buchdruck von den damaligen Machthabern nicht besiegt werden konnte, so werden die heutigen Machthaber den Informationsfluss über das Internet nicht mehr aufhalten können. Immer mehr Menschen lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen.

9. August 2016: Der türkische Staatspräsident Erdoğan trifft Wladimir Putin in St. Petersburg
Offiziell soll es bei dem Treffen um die Normalisierung der biliteralen Beziehungen gehen. Themen werden sein: Aufhebung der russischen Tourismus-Blockade in die Türkei, Erneuerung der Anti-Terror-Kooperation und militärische Kontakte.

Juli / August 2016: Säuberungsaktion in Russland gegen den Einfluss USA/UK-naher russischer Oligarchen und Institutionen
Ähnlich wie die türkische AKP-Regierung nach dem Putschversuch am 15./16. Juli eine großangelegte Säuberungswelle gegen die CIA-inflitrierte Gülen-(Hizmet) Bewegung und deren Anhänger gestartet hat (in deren Verlauf mindestens 18.000 Menschen festgenommen wurden), ist auch die russische Regierung unter Staatspräsident Putin dabei, den Einfluss USA/UK-naher Oligarchen und Institutionen auf die russische Politik und Wirtschaft zurückzudrängen. Das Ziel dabei ist, die reale politische Macht im Lande zurückzugewinnen und Russland wieder zu einem souveränen Staat zu machen. Tatsächlich haben die USA- und UK-nahen Oligarchen die Macht im Land und nicht die Landespolitiker, Gouverneure und Minister. Bereits ab Ende Juli erfolgten viele Umstellungen im Personalbereich von Politik, Verwaltung bis hin zur Armee. Offenbar rechnet man in der russischen Staatsführung mit einem ausländisch-gesteuerten Angriff zwecks Destabilisierung der russischen Regierung im September (Otpor-Methode, Kreierung eines "Maidan-Ereignisses", z.B. mit dem Spiel "Pokemon-Go" wird eine große Menschenmenge zu einem Platz geführt, wo dann eine Bombe explodiert).
Derzeit werden russische Wirtschaft und Politik bestimmt durch »[...] die der ausländischen Jurisdiktion unterstehenden Oligarchen und die ausländischen sogenannten Berater- und Wirtschaftsberater-Unternehmen, denen die russischen Ministerien unterstehen. Im Rahmen derzeitiger "Säuberungen" werden in diesen Tagen beispielsweise Durchsuchungen bei der Firma "PricewaterhouseCoopers" durchgeführt. Man wird verblüfft sein zu erfahren, für welche Bereiche der Staatsverwaltung in Russland diese Firma zuständig ist. Also allein von dieser Firma, die der US-Besatzer-Administration für Russland angehört, werden folgende Bereiche verwaltet: die Politik der "russischen" Zentralbank, das Ministerium für Bau- und Versorgungswirtschaft, das Ministerium für Verkehr, Ministerium für Handel und Industrie, die Föderalagentur für Verwaltung vom Staatsvermögen, Ministerium für Bildung und Forschung, das Sport-Ministerium. Die Aufgabe dieser sogenannten Consulting-Unternehmen ist die Ausarbeitung von Entwicklungsstrategien für die Bereiche, für die sie im Auftrag der US-Administration zuständig sind. Mit diesen Durchsuchungen erfolgen zum ersten mal direkte Angriffe unmittelbar auf die US-Besatzer-Verwaltung. Insgesamt sind es die vier größten Verwaltungsunternehmen der US-Besatzer, die wir im Moment angepeilt haben: PricewaterhouseCoopers, KPMG, Deloitte & Touche, Ernst & Young*. Zusätzlich laufen im Moment staatsanwaltliche Ermittlungen gegen einige Mitarbeiter der Zentralbank.[...]« Ein weiteres Problem seien auch die russischen Massenmedien, besonders die zentralen Fernsehanstalten, wie Jewgeni Fjodorow am Beispiel von "Pokemon Go" skizziert.
Zitat: bachheimer.com, Interview mit Jewgeni Fjodorow am 28. Juli 2016; 3. August 2016

Juni 2016: Erdoğan entschuldigt sich für Abschuss der SU-24 im Februar
Im Juni 2016 entschuldigt sich Erdoğan beim russischen Präsidenten Putin: Der Abschuss des russischen Jagdfliegers SU-24 sei nicht beabsichtigt gewesen. Der bis 22. Mai amtierende Ministerpräsident Davutoğlu habe den Befehl erteilt, jedes Flugzeug abzuschießen, das unberechtigt in den türkischen Luftraum eindringen sollte. Erdoğan will nun eine Annäherung an Russland.

Juni 2016: virtuelle Cyber-Angriffe gefährden die NATO-Sicherheitsinteressen genauso, wie reale Angriffe zu Land, See und Luft
Nach der Bilderberg-Versammlung (9. bis 12. Juni 2016 in Dresden) hat die NATO am 14. Juni verkündet, dass Cyber-Operationen auf eine Stufe mit Luft-, See- und Land-Operationen zu stellen seien und entsprechend mit militärischen Mitteln beantwortet werden können. Es geht hierbei um die Sicherheitsinteressen der NATO-Staaten. Werden diese verletzt, wie z.B. durch eine Attacke einer Person eines "freindlichen" Landes gegen ein NATO-relevantes Computernetzwerk, könne dies als Kriegserklärung bewertet werden. Diese NATO-Anordnung zielt deutlich gegen Russland. Russische Hacker wurden vor zwei Jahren für einen Angriff auf ein Pentagon Computer-Netzwerk und NATO-Computernetzwerk verantwortlich gemacht. Auch der Hack des Email-Kontos von Hillary Clinton (ehem. US-Außenministerin und aktuelle Präsidentschaftsbewerberin) wurde russischen Hackern angelastet. Diese Cyber-Attacken können nun als Angriff gegen ein NATO-Mitgliedsstaat gewertet werden und gemäß § 5 des NATO-Vertrags den NATO-Verteidigungsfall (Beistandsverpflichtung) eintreten lassen.
Die militärische Aufrüstung der NATO an der Westgrenze zu Russland schreitet derweil weiter voran. Der NATO-Gipfel zwischen dem 8. und 9. Juli wird das weitere Vorgehen gegen Russland zum Thema haben.
Siehe: bigstory.ap.org, Air, land, sea, cyber: NATO adds cyber to operation areas, Jun. 14, 2016

Juni 2016: Russland ist weltweit größter Getreideexporteur
Einerseits heißt es, die russische Wirtschaft sei weiter auf Talfahrt, andererseits wird genau das Gegenteil verkündet. Nach den gegen Russland ausgesprochenen Handelssanktionen ab 2014 hat Russland Gegenmaßnahmen ergriffen. So wurde der Import zahlreicher Lebensmittel aus EU-Staaten und den USA sowie wichtiger Lebensmittel aus der Türkei eingestellt. Gleichzeitig hat der russische Staat mit starken finanziellen Anreizen (steuerliche und andere staatliche Anreize, teilweise werden Grundstücke verschenkt) dafür gesorgt, dass die heimische Lebensmittelproduktion in den letzten zwei Jahren deutlich zulegen konnte - man spricht sogar von einer dramatischen "Neugeburt" der russischen Landwirtschaft. Im Dezember 2015 wurde das große Ziel von Wladimir Putin verkündet, dass man bis 2020 autark von Lebensmittelimporten sein wolle (die Importquote lag vor den Sanktionen bei rund 40%). Nicht nur das. Man wolle auch auf genmodifiziertes Saatgut verzichten und gesunde, umweltverträglich hergestellte BIO-Lebensmittel haben. Mit dem abgelaufenen Ernte-Jahr konnte konstatiert werden, dass Russland bereits zum weltgrößten Getreideexporteur aufgestiegen ist. Die wichtigsten Abnehmer sind: Ägypten, Saudi-Arabien, Iran, Aserbaidschan, Jemen, Libyen, Nigeria, Südafrika, Südkorea. Wie es aussieht, ist Russland außerdem auf dem besten Weg, der weltgrößte Produzent von gesunden, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu werden.

Februar 2016: Russische Wirtschaft weiter auf Talfahrt
Der niedrige Ölpreis (unter 30,00 US-$) setzt der russischen Wirtschaft schwer zu. Der Staatshaushalt speist sich zu mehr als der Hälfte aus dem Verkauf von Öl und Gas. Für eine stabile, positive Wirtschaftsleistung rechnet Russland mit einem Ölpreis von 50,00 US-$. Der Rubel fällt auf Tiefststände. Die Börse schwächelt. Die Inflation steigt. Immer mehr Menschen in Russland sind von Armut bedroht. Die sozialen Spannungen verschärfen sich. Die westlichen Sanktionen und der vom Westen angeheizte Rüstungswettlauf ziehen die Schlinge um Russlands Hals immer enger. Russlands militärische Beteiligung gegen islamistische Terroristen in Syrien und die Unterstützung des vom Westen und der sunnitischen Welt gehassten syrischen Präsidenten Assad, drängt Russland immer weiter in die Enge. Massive militärische Mobilmachung der Anti-Putin-Kräfte an den Grenzen zu Russland, sowie die Drohungen Saudi-Arabiens und Verbündete, mit tausenden Bodentruppen in Syrien zu intervenieren, um - wie es heißt - den IS zu bekämpfen (das Gegenteil ist der Fall), lassen befürchten, dass die Globalisten ihren dritten Weltkrieg unbedingt bald sehen wollen. In der westlichen und sunnitischen Welt ist Russland der "Böse" und Putin wird für alles Schlechte in der Welt verantwortlich gemacht. Sollten ausländische Truppen in Syrien einmarschieren, so wäre das eine Kriegserklärung, wie es aus syrischen und russischen Kreisen heißt. Sollten die im Norden Saudi-Arabiens zusammengezogenen 350.000 Soldaten, 20.000 Panzer und 2450 Kampfflugzeuge (angeblich anlässlich einer bis zum 29. Februar dauernden Übung) in Syrien intervenieren wollen, so wären sie nur mit taktischen Atomwaffen zu stoppen. Nicht umsonst trafen sich am 22. Februar die Staatsführungen Russlands und der USA, um zunächst einen Waffenstillstand in Syrien zu erreichen, der ab 27. Februar 2016, 0:00 Uhr, in Kraft treten soll. Der Kampf gegen die islamistischen Terrorgruppen (IS, al-Qaida, al-Nusra-Front) ist von der ausgehandelten Waffenruhe allerdings ausgenommen. Am 29. Februar endete die saudische Militärübung.

24. November 2015: Türkei schießt russischen Jagdflieger ab
Eine Luft-Luft-Rakete, abgefeuert von einem türkischen F-16-Jagdflieger, traf einen über syrischem Gebiet operierenden russischen SU-24-Jagdflieger. Das russische Flugzeug, im Einsatz gegen die Terrorgruppe "Islamic State" (IS), befand sich zur Zeit des Abschusses einen Kilometer von der türkischen Staatsgrenze entfernt. Wie Russlands Präsident Wladimir Putin sagte, habe das russische Flugzeug zu keiner Zeit den türkischen Luftraum verletzt oder gar die Türkei bedroht. Dieser Vorfall sei ähnlich, wie der Stoß in unseren Rücken durch die Helfer des Terrorismus, so Putin. Zuvor habe man mit den USA und der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, das solche Vorfälle in der Luft verhindern soll. Außerdem seien die USA und die Türkei über den russischen Lufteinsatz vorab informiert worden. Dass der Abschuss der SU-24 eine geplante Aktion war, ist wahrscheinlich. Im Juni 2016 entschuldigt sich Erdoğan beim russischen Präsidenten Putin: Der Abschuss sei nicht beabsichtigt gewesen. Erdoğan will eine Annäherung an Russland.
Wie schon lange klar ist, spielt die Türkei in der Unterstützung des IS und im Kampf gegen die Assad-Regierung eine zentrale Rolle - als NATO-Mitglied mit deren Rückendeckung. Nach Aussagen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad würden auch alle Hilfen und Spenden Saudi-Arabiens und Katars an den IS über die Türkei laufen.
Der IS finanziert sich vor allem aus dem illegalen Ölhandel. Russland wisse, dass schon lange eine Menge Öl- und Ölprodukte aus den vom IS eroberten Gebieten in Syrien in die Türkei gehen. Aufnahmen aus 6000 Meter zeigten, dass Tag und Nacht hunderte Tankwagen aus IS-kontrollierten Gebieten in die Türkei gehen und der illegale Ölhandel von dort kontrolliert werde. Die Türkei sei Russland nun in den Rücken gefallen, weil sie Russlands Kampf gegen den Terrorismus hassen.
Wladimir Putin stellt fest, dass der IS den Schutz der großen Staaten genieße und die NATO den Interessen des IS diene. Somit sei auch klar, warum diese Terroristen so unverfroren und bestialisch operieren und selbst inmitten Europas Terroranschläge dürchführen können. Nach Worten Putins werde die heutige Tragödie schwere Konsequenzen für die russisch-türkischen Beziehungen haben.
Der Hass auf Russland ist seit dem Ukraine-Krieg auf einem hohen Niveau, insbesondere auf Seiten der prowestlichen, USA-hörigen Eliten der  Ukraine. Offenbar ist man hier auch nicht abgeneigt, den IS mit Waffen zu unterstützen, wie kürzlich durchsickerte. Von dort kam sogar der Vorschlag, dem türkischen Piloten, der die SU-24 abgeschossen hat, den Titel "Held der Ukraine" zu verleihen.
Nach türkischer Darstellung habe das russische Flugzeug türkischen Luftraum verletzt und sei zehn Mal gewarnt worden, man habe aber keine Antwort erhalten. Außerdem habe man nicht gewusst, wem das Flugzeug zuzuordnen sei. Die türkischen Darstellungen wurden von russischer Seite widerlegt. Ein überlebender Pilot (der zweite wurde am Fallschirm hängend von sogenannten "moderaten Rebellen" auf syrischem Gebiet erschossen) sagt, dass man zu keiner Zeit türkischen Luftraum verletzt habe, man habe auch keine Warnsprüche erhalten. US-Militär will die türkischen Funksprüche mitgehört haben. Allerdings legen die Aufnahmen nahe, dass sie zusammengeschnitten und wenig authentisch seien. Weiter hieß es von US-amerikanischer Seite, dass sich das russische Flugzeug für nur wenige Sekunden im türkischen Luftraum aufgehalten habe. Der Abschuss sei aber über syrischem Gebiet erfolgt.

Zu den Details siehe auch: rt.com, Turkish F-16 attacked Russian Su-24 without warning, both were above Syria – commander, 27.11.2015

Siehe auch:  Türkei

16. November 2015: Gruppe von Einzelpersonen aus 40 Ländern finanziert den IS
Beim G20-Gipfel in Antalya (Türkei) sagte Wladimir Putin: "Es ist bereits gesagt worden, dass die Finanzquellen des Terrorismus ausgetrocknet werden müssen. Ich habe Beispiele genannt, basierend auf Informationen, die wir über die IS-Miliz haben. Denen zufolge wird die Gruppe von Einzelpersonen aus verschiedenen Ländern finanziert. Wie wir herausgefunden haben, kommt das Geld aus 40 Ländern, darunter auch einige G20-Staaten."
Zitat: de.euronews.com, 16.11.2015

31. Oktober 2015: Bombenanschlag des "IS" auf Airbus A321 - 224 Tote
Am 31. Oktober stürzte ein russisches Charterflugzeug des Typs Airbus A321 über dem Sinai ab. Dabei kamen 217 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder ums Leben. Wie die weiteren Untersuchungen ergaben, ist das Flugzeug aufgrund einer Bombenexplosion im Passagierraum auseinandergebrochen. Zu dem Anschlag bekannte sich der "IS" (Islamic State).

30. September: Russland startet Lufteinsätze gegen Terroristen in Syrien
Ein gemeinsames Vorgehen gegen den IS und andere Terroristen in Syrien konnte zwischen Russland und den USA nicht vereinbart werden. Russland begann nun seinerseit mit ersten Angriffen auf Terroristenstellungen in Syrien, nachdem Präsident Wladimir Putin am Vormittag des 30.09. vom Parlament das Mandat für einen Militäreinsatz erhalten hatte. Der Einsatz soll sich zunächst auf den Lufteinsatz beschränken. Bodentruppen wolle man derzeit noch nicht einsetzen. Ein UN-Mandat ist für Russlands militärisches Eingreifen nicht nötig, da Putin von Syriens Präsident Assad um Hilfe gebeten wurde. Putin hat mit Beginn erster Luftschläge auf Terroristen in Homs auch die US-Allianz aufgefordert, den syrischen Luftraum zu verlassen. Von westlicher Seite folgte prompt die erwartete Empörung. Putin wurde auch sofort beschuldigt, er würde nicht IS-Kämpfer angreifen, sondern "moderate Rebellen". Bei genauer Betrachtung gibt es aber keine "moderaten Rebellen". Was ist ein "moderater Rebell", der gegen eine rechtmäßig gewählte Regierung mit Waffengewalt vorgeht? Ein Terrorist. Überall in der Welt, auch in den USA oder in Deutschland, würden solche "moderaten Rebellen" umgehend als Terroristen verfolgt werden und niemand würde protestieren.

28. September 2015: Wladimir Putin trifft Barack Obama in New York, um die Syrien-Frage zu erörtern
Wladimir Putin hat klar gestellt, dass Russland seine Interessen in Syrien wahrnehmen und Syriens Präsidenten Assad unterstützen werde. Hierzu werde man auch in Erwägung ziehen, nun selbst Truppen nach Syrien zu entsenden, um die Terrormiliz IS zu bekämpfen - wobei Putin sich eine internationale Allianz vorstellt. Die USA und seine Verbündeten können nun nicht umhin, als die neue Perspektive zu diskutieren. Die deutsche Bundeskanzlerin machte den Vorschlag, Assad in die Verhandlungen um den Syrien-Prozess mit einzubeziehen. Für Wladimir Putin steht außer Frage, dass Bashar al-Assad - als demokratisch gewählter Präsident - in der Syrien-Frage unbedingt berücksichtigt werden müsse. Letztlich müssen die syrischen Bürger allein über ihre Zukunft entscheiden und auch darüber, wer ihr Präsident sein soll. Am Montag, den 28. September, werden nun US-Präsident Obama und Putin in New York zusammen treffen, um die Situation und weitere Möglichkeiten zu erörtern.

13. Juli 2015: Militärische Aufrüstung in Europa und Russland
Während das  Griechenlandthema die westliche Medienlandschaft bestimmt, gelangen aus den USA Militärgüter in beachtlichem Umfang (Panzer, gepanzerte Fahrzeuge und anderes Militärgerät) nach  Deutschland, um dann in die baltischen Staaten, nach Polen, Rumänien und Bulgarien verlagert zu werden. Etwa ein Drittel der Ausrüstung wird stationiert im deutschen Grafenwöhr, einem der größten Truppenübungsplätze Europas. Als Grund für die Aufrüstung werden der Ukraine-Krieg, sowie die angebliche Bedrohung durch Russland genannt. Das erst im Juni vom Pentagon herausgegebene Strategiepapier (National Military Strategy 2015) nennt Russland als Hauptfeind der USA. Der künftige Chef des US-Generalstabs, Joseph Dunford, hält Russland für noch gefährlicher als die Terrororganisation IS (Islamic State).
Als Antwort auf die Bedrohung Russlands durch die NATO rüstet Russland nun selbst auf. Die Rüstungsbetriebe arbeiten derzeit im 3-Schichtenbetrieb rund um die Uhr. Wegen der drastisch gestiegenen Rüstungsausgaben, müssen staatlich Bedienstete ihren Solidaritätsbeitrag leisten, der mit Gehaltseinbußen von teilweise 50 Prozent verbunden ist.

April 2015: Krise hat ihren Höhepunkt überwunden - Provokationen des Westens beeindrucken wenig
Die finanz- und wirtschaftspolitischen Attacken des Westens gegen Russland können Russland nicht zu Fall bringen. Im Aufwind der BRICS-Politik inkl. der von China initiierten und im Oktober 2014 von 21 Staaten gegründeten Bank für Entwicklung AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank), wird auch die russische Wirtschaft an Fahrt gewinnen. Mitte April verkündete Präsident Putin, die russische Krise habe ihren Höhepunkt überwunden und Russland sei auf einem guten Weg. Der Rubel hat sich auf einem positiven Niveau stabilisiert (53 Rubel = 1 Euro; 50 Rubel = 1 US-$ Mitte April). Faktisch kann sogar gesagt werden, dass sich der Rubel seit Jahresbeginn weit positiver entwickelt hat, als z.B. der Euro, der von 1,20 auf 1,07 zum US-Dollar im April abstürzte.

Mit der AIIB bekommen Weltbank, IWF und die von Japan und den USA dominierte ADB eine starke Konkurrenz, was vor allem den USA missfällt. 50 Staaten haben inzwischen ihr Interesse bekundet, die AIIB-Initiative zu unterstützen, darunter auch Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich.

Februar 2015: George Friedmann zum geopolitischen Interesse der USA
Die USA, die sich als alleinige Weltmacht fühlen, sind darauf bedacht, ihr Imperium überall in der Welt abzusichern und auszudehnen. Ihre geopolitischen Ambitionen zeigen sich in einer enormen Zahl an US-amerikanischen Militärbasen weltweit - hingegen zwei russische Militärbasen. Ihr Instument zur Absicherung und Ausdehnung ihrer Machtansprüche ist u.a. die NATO, deren Mitgliedsstaaten die US-amerikanischen Interessen weitgehend unterstützen - die USA ziehen aber auch außerhalb der Bündnisse ihre Interessen durch. Um nicht überall gleich militärisch intervenieren zu müssen, bedient man sich u.a. der Teile-und-herrsche-Strategie indem zum einen mit Hilfe von NGO-Organisationen gesellschaftliche Unruhen nach der "OTPOR-Methode" organisiert werden mit dem Ziel, das US-amerikanische Demokratiemodell einzuführen, oder indem sich bekämpfende Gruppen bzw. Mächte gleichermaßen unterstützt werden, um dann in den geschwächten Regionen Marionetten-Systeme errichten zu können (die Methoden sind nachzulesen bei Macchiavelli, El Principe - Der Fürst). Daraus folgen die unterschiedlichen Handels- und Verteidigungsabkommen, die im Wesentlichen den USA einen Vorteil verschaffen. Mit Beginn des Ukraine-Krieges (eine von den USA und seinen Helfershelfern inszenierte Katastrophe) wurde das Feindbild Russland wie zu Zeiten des Kalten Krieges aktiviert und Präsident Putin zum "Bösen" erklärt (der US-Vize-Präsident Joe Biden vergleicht Putin sogar mit dem unsterblichen "Führer" Adolf Hitler der deutschen NS-Zeit, die bekanntlich 1945 zuende war). Im Juni 2015 spricht sich der deutsche NATO-Oberbefehlshaber für Mittel- und Nordosteuropa, Hans-Lothar Domröse, für eine massive militärische Aufrüstung der osteuropäischen Staaten aus. Der Militärgürtel um Russland wird immer stärker ausgebaut. Russland antwortet aufgrund der militärischen Bedrohung durch den Westen mit eigener militärischer Aufrüstung und Modernisierung der Waffensysteme sowie der Stationierung derselben an den gefährdeten Landesgrenzen, was vom Westen der Öffentlichkeit gegenüber als Aggression vermittelt wird; es gibt die "guten" und die "bösen", so auch die "guten" und die "bösen" Atomwaffen, und "gut" ist ausschließlich, was aus den USA kommt). George Friedmann vom US-amerikanischen ThinkTank Stratfor erläuterte die imperialen Interessen der USA in einem Interview vor dem CHICAGO COUNCIL ON GLOBAL AFFAIRS im Februar 2015. Ein bedeutsamer Gesichtspunkt hier ist neben der Kontrolle der Ozeane die alte "Angst" der anglo-amerikanischen Achse vor einem deutsch-russischen Bündnis. Um das zu verhindern, wird ein pro-amerikanischer Wall zwischen Deutschland und Russland errichtet, bei gleichzeitiger Schwächung Russlands und Deutschlands (die russische Wirtschaft wird durch die vom Westen ausgesprochenen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg mindestens zu etwa 25% getroffen; große Nachteile ergeben sich auch für einige EU-Staaten: in Deutschland könnten in diesem Zusammenhang nahezu eine halbe Million Arbeitsplätze verloren gehen).
George Friedmann: Unser außenpolitisches Hauptinteresse ist die Vermeidung eines deutsch-russischen Bündnisses.

Dezember '14 / Januar '15: Rubel verliert - Inflation steigt - Wirtschaft vor Kollaps?
Seit Jahresbeginn 2014 hat der Rubel fast 60 Prozent seines Wertes eingebüßt. Mitte Dezember 2014 musste für einen Euro über 100 Rubel gezahlt werden. Anfang Januar 2015 hatte sich der Rubel stabilisiert und liegt bei 70 Rubel/1 Euro.
Der Anfang Januar 2015 auf 52 US-$ gefallene Ölpreis (pro Barrel) ist schädlich für die russische Wirtschaft - hier ist man auf einen Rohölpreis von über 100 US-$/Barrel eingestellt.
Der Ifo-Chef Sinn warnt Anfang Januar vor einem Kollaps der russischen Wirtschaft. Gründe hierfür sieht man in dem zunehmenden Abfluss von Devisen. Die wirtschaftlichen und finanziellen Fundamentaldaten Russlands aber widersprechen dieser Einschätzung (siehe: rtdeutsch.com, Steht Russland vor dem Kollaps? – Trotz Rubel- und Ölpreisverfall droht kein neues 1998, 19.12.2014).
Der Westen ist natürlich daran interessiert, Russland zu schwächen - ein hinlänglich bekanntes Thema. Mit der Einsetzung von John F. Tefft (*1949) als US-Botschafter in Moskau im Juli 2014 dürfte klar sein, was geplant ist. Mr. Tefft gilt als "Pitbull". Wie bei ASR zu lesen, ist Tefft »[...] ein notorischer Unruhestifter und Experte für Regimewechsel.[...]« Wie auch an anderen Stellen zu lesen, ist offenbar ein solcher Regimewechsel bis spätestens Mitte 2015 geplant (siehe: linkezeitung.de, Durchgesickert: Amerikaner planen für 15. Januar Putsch in Moskau. 1. Januar 2015).

Zitat: Alles Schall und Rauch, ein Unruhestifter ist US-Botschafter in Moskau, 18.12.2014

15./16. November 2014: G20-Treffen in Brisbane (Australien) vom Westen als Hetzveranstaltung gegen Russland missbraucht
Russland solle sich aus der Ukraine zurückziehen, was unmöglich sei, denn Russland sei nicht in der Ukraine - so Wladimir Putin. Russland solle sich auch für den Abschuss der MH17-Maschine über der Ukraine entschuldigen - die gerade erst vorgelegten Beweise, dass eine russische MIG27 das malaysische Passagierflugzeug abgeschossen habe, erweisen sich allerdings als Fake. Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel kritisiert in scharfen Tönen Russlands Annexionspolitik nicht nur betreffend Ukraine und warnt vor einem Flächenbrand. Der ukrainische Präsident Poroschenko ist sogar bereit für einen "totalen Krieg".
Mit wessen Rückendeckung kann ein so armer, schwacher Staat wie die Ukraine einem Land wie Russland mit einem totalen Krieg drohen? Bestimmte Leute der internationalen Elite, bzw. die sog. Bruderschaft ( Neue Weltordnung), sind wohl nun bereit, ihren großen Plan umzusetzen. Die Puppen auf der Bühne sind bereits vollzählig und der "Böse" im Schauspiel steht auch fest: Wladimir Putin. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Für den Hauptfilm muss jetzt nur noch der Vorhang hochgezogegen werden. Putin jedenfalls reiste am Sonntag vorzeitig aus Brisbane ab. Es sei schließlich ein weiter Weg von Brisbane über Wladiwostok nach Moskau und nach Hause - und am Montag müsse er wieder arbeiten.

APEC-Gipfel in Peking ganz im Zeichen chinesisch-russischer Partnerschaft
Die Umstellung des internationalen Zahlungsverkehrs auf die lokalen Währungen werde das Handelsvolumen Chinas und Russlands deutlich ausweiten, wie Russlands Präsident Putin auf dem APEC-Gipfel im November 2014 in Peking sagte (siehe auch: morgenpost.de, Bilder von pompöser Pracht aus China, 11.11.2014) Bis 2015 schätzt man hier, dass das Handelsvolumen beider Staaten bei 100 Milliarden US-Dollar liegen werde (2014 liegt es bei 90 Mrd. US-$). Als erstes Land auf dem amerikanischen Kontinent hat Kanada mit China ein umfassendes Abkommen geschlossen, das Unternehmen ermöglicht, ihre Geschäfte ohne Zwischenschaltung des US-$ abwickeln zu können.

Mai / Oktober 2014: Die Eurasische Wirtschaftsunion
Am 29. Mai 2014 unterzeichneten die Präsidenten von Kasachstan,  Weißrussland und Russland in Astana den Vertrag zur Gründung der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU). Die Wirtschaftsleistung der Wirtschaftsunion mit etwa 170 Millionen Einwohnern wird auf zwei Billionen US-Dollar geschätzt. Mit Armenien wurde am 10. Oktober 2014 ein Beitrittsabkommen unterzeichnet. Falls diese Abkommen ratifiziert werden, dann treten sie am 1. Januar 2015 in Kraft.
Am 13. Oktober schließen Russland und China »[...] 40 teilweise milliardenschwere Verträge in den Bereichen Finanzierung und Investition, Energie und Hi-Speed-Eisenbahnen ab und außerdem einen 150 Mrd. Yuan (umgerechnet ca. 24,4 Mrd. US-Dollar) schweren Währungsswap zum Umgehen des US-Dollars.[...]«
Zitat: nocheinparteibuch.wordpress.com, boom-und-gloom-im-zentrum-der-welt
Nichtregierungsorganisationen werden in Stellung gebracht gegen ein übermächtiges Russland
Vom Westen wird diese Entwicklung argwöhnisch betrachtet - Russland sei dabei ein Imperium von bislang unerreichter Stärke zu erschaffen. Es wird vermutet, dass Russland in den kommenden Jahren zum größten Einwanderungsland werden wird, wenn damit begonnen wird, Erdöl und -gas aus den Perma-Frostböden zu heben und unzählige (Fach-)Arbeiter benötigt werden. Von FORBES wurde Wladimir Putin im November 2014 zum mächtigsten Mann der Welt gekürt: www.forbes.com, The World's Most Powerful People 2014. So werden Ängste geschürt und NGOs (Non-Govermental Organzations), wie z.B. die NGO "Adil Soz" ("Freies Wort"), eine Organisation, die sich für Meinungsfreiheit einsetzt, in Stellung gebracht, um nach dem Vorbild von "OTPOR" (siehe auch:  Ukraine, Otpor) Proteste bis hin zum Regierungssturz zu organisieren. Adil Soz ist die einzige NGO in Zentralasien, welche zum Netzwerk "International Freedom of Expression Exchange" (IFEX) gehört. Die Projekte von Adil Soz werden unterstützt von: Open Society, Soros Foundation-Kazakhstan, Friedrich-Ebert-Stiftung, USAID, Representative Office of European Commission in Kazakhstan, Kyrgyzstan and Tajikistan, OSCE, der Regierung von Finland und Großbritannien, dem International Information Network (IFEX) und dem Netherlands Humanitarian Institute of cooperation with Developed Countries (HIVOS), der finnischen Foundation for Media, Communication and Development VIKES. Homepage: www.adilsoz.kz.
Der Präsident von Kasachstan, Nursultan Nasarbajew, brachte den Gedanken einer gemeinsamen Wirtschaftsunion nach dem Vorbild der Europäischen Union bereits 1994 ins Gespräch. Bereits 2010 hatten Russland und Kasachstan eine gemeinsame Zollunion gegründet.

BRICS - Russische und chinesische Unternehmen entdollarisieren sich
Russische und chinesische Unternehmen entdollarisieren sich und stellen ihren internationalen Zahlungsverkehr auf den chinesischen Yuan oder die entsprechenden nationalen Währungen um. Insgesamt verlieren die Weltbank und der IWF damit zwischen 30 - 40 % des Weltmarktes im internationalen Kreditbedarf.

September 2014: Sanktionen gegen Russland werden von Seiten des Westens verschärft
Nachdem die EU bereits Sanktionen gegen russische Banken erlassen hatte, trifft es mit Wirkung vom 11. September 2014 Erdölunternehmen wie Rosneft und Transneft sowie die Erdölsparte von Gazprom. Die westlichen Strafmaßnahmen sollen Russland dahingehend erpressen, auf den Krieg in der Ukraine im Sinne westlicher Interessen einzuwirken. Russland wird aber ganz bestimmt nicht gegen seine nationalen Interessen handeln und schon gar nicht wird es sein Volk verraten. Die Sanktionen gegen Russland werden zudem mindestens genauso hart die westliche Wirtschaft treffen.
Der seit dem 6. September bestehende Waffenstillstand zwischen den Kämpfern der Kiew treuen Seite und den Verteidigern des östlichen Donbass erlaubt eine Verschnaufpause - ein Ende des Krieges ist aber nicht absehbar. Die Republiken Donezk und Lugansk bestehen auf die Unabhängigkeit in einem Bundesstaat Novorossiya. Tatsächlich wird in den ukrainischen Ostregionen weiter gekämpft. Der ukrainische Präsident Poroschenko hat unterstrichen, dass er die Ostukraine nicht aufgeben wolle.

Im August spitzt sich die Ukraine-Krise weiter zu
Ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko brachte nicht die für den Westen gewünschten Ergebnisse. Putin weist alle Verantwortung für den Ukraine-Krieg von sich. Unterdessen soll Russland mit mindestens 100 gepanzerten Fahrzeugen und 1000 Soldaten die Grenze zur Ukraine überquert haben ( Russland weist diese Beschuldigung seitens der Kiewer Regierung zurück; siehe hierzu: alles-schallundrauch.blogspot.de, Ungarische Panzer an die Ukraine geliefert? 29.08.2014). Weitere 20.000 russische Soldaten sollen an der Grenze zur Ukraine stationiert sein.

Juli 2014: Ukraine - Beschuss von russischem Staatsgebiet
Das russische Außenministerium hat vor weiteren Provokationen durch das ukrainische Militär gewarnt. Sollte dies nicht aufhören, sähe sich Russland gezwungen, Gegenmaßnahmen zum Schutz seiner Bevölkerung zu ergreifen. Zuletzt wurde ein Fahrzeug mit russischen Grenzschützern in der Region Kuibyschewsk im Gebiet Rostow von eingefallenen ukrainischen Soldaten beschossen. Dabei sei aber niemand verletzt worden. Am 13. Juli wurde dann allerdings ein Mensch auf russischer Seite durch ein von der ukrainischen Armee abgefeuertes Geschoss getötet. Russland wird massiv von ukrainischer Seite provoziert. Sollte es zu einem militärischen Vorgehen Russlands kommen, dann kann sich schnell ein größerer Konflikt entwickeln. Siehe hierzu auch:

lqservicesblogwatch.wordpress.com: Wie auf der Whistleblower-Seite zu lesen ist, werde ein umfassender Krieg im Juli beginnen, es sei denn, Edward Snowden könnte noch im Juli alle bislang zurück gehaltenen Dokumente, deren Zahl zwischen 57.000 und 1,7 Millionen liegen soll, veröffentlichen.

22. Mai 2014: China und Russland beschließen einen auf 30 Jahre ausgelegten Vertrag über Gaslieferungen
Der russische Gazprom-Konzern wird in Zukunft Gas an China liefern. Der Vertrag sieht Gaslieferungen im Wert von 400 Milliarden US-Dollar vor. Russland könne somit rund 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr an China liefern. Aufgeschreckt von dieser Meldung, mahnt der Westen Russland an, die bestehenden Lieferverträge mit der EU und der Ukraine einzuhalten. Weil die Ukraine ihre Rechnungen an Russland nicht bezahlt, droht Russland die Gaslieferungen an die Ukraine Anfang Juni einzustellen, falls die offene Rechnung in Höhe von 3,6 Milliarden US-Dollar nicht beglichen wird. Kiew will nur zahlen, wenn Russland die Preise senkt. Für den Fall einer weiteren Eskalation in der Ukraine, hat die EU einen sogenannten "Drei-Stufen-Plan für Wirtschaftssanktionen" gegen Russland ausgearbeitet. Wegen Russlands Unterstützung der pro-russischen Separatisten in der Krim-Ostukraine-Region hat der Westen, i.e. USA und die EU, ohnehin bereits seit April einige Sanktionen gegen Russland aktiviert - Japan folgt Ende Mai an. Allerdings sieht es so aus, dass sich der Westen damit eher selbst schadet - wenn dieser Prozess nicht ohnehin von höherer Stelle her geplant ist. Russland kann sich auch nach Osten hin orientieren, wie der jetzt abgeschlossene Vertrag mit China zeigt.

Krise in der Ukraine: Wie es aus russischen Kreisen heißt, wolle man seine Landsleute in der Ukraine beschützen und den Drohungen des Westens standhalten. So, wie die USA Söldner in der Ukraine einsetzt, so werde Russland ebensolche Söldner einsetzen. Einen Krieg wolle Russland zwar nicht - es werde aber seine ureigenen Interessen konsequent verteidigen. Als Antwort auf die wirtschaftlichen Sanktionen des Westens wolle Russland daran arbeiten, den US-Dollar weiter zu schwächen.

21. März 2014: Die Krim gehört zur Russischen Föderation

Siehe:  Ukraine

Anfang April 2014: In den russischen Medien wurde die Tatsache verbreitet, dass Kiew im ersten Schritt eine 200 -Mann-starke bewaffnete "Spezialeinheit" von Rechtsradikalen in die Ostukraine entsandt hatte, um aufkeimende pro-russische Demonstrationen aufzuhalten, insbesondere deren "Führer" zu isolieren.
Kiew greift zu solchen Gruppen, oder wird auch im zweiten Schritt - wie angekündigt - sog Antiterror-Einheiten schicken, weil die ukrainische Polizei vor Ort mehrheitlich nicht bereit war, gegen die Demonstranten vorzugehen und hunderte ukrainische Polizisten (in der Überzahl russischer Abstammung) bereits zu den Demonstranten übergewechselt sind und dieser Prozess anhält. Die "Antiterror-Einheiten" sind nicht nur ukrainischen Ursprungs - mit dabei sind auch Kämpfer der privaten US-Militärfirma Greystone (Nachfolgeorganisation von Blackwater), die vor keiner Schandtat zurückschrecken. Die etwa 150 US-amerikanischen Spezialisten seien in die Uniform der ukrainischen Spezialeinheit "Sokol" gekleidet worden und sollen nun helfen, mit aller Gewalt die pro-russischen Aktivitäten niederzuschlagen. Hierzu gehört auch die Verhaftung von Anhängern des rechtswidrig abgesetzten Präsidenten Janukowitsch (Stiftung Wissenschaft und Politik). Allerdings ist auch Russland mit Spezialeinheiten vor Ort.
Bekannterweise wird der antirusssische Putsch in der Ukraine von Anfang an vom Ausland (z.B. USA, Deutschland) finanziert.
Immer mehr Bürger in der Ost-Ukraine fordern die Unabhängigkeit vom, wie sie meinen, nationalistischen Kiew, das die Russen unterdrücken will. Etwa 50 Prozent der Bürger im Osten der Ukraine sind Russen.
Bereits am 7. April haben Bürger von Donetsk (1924 bis 1961 zu Ehren Stalins "Stalino") ihre Unabhängigkeit von der Putsch-Regierung in Kiew erklärt. Nun haben auch die Bürger von Charkow ihre Unabhängigkeit und ihren Anschluss an Russland gefordert - die Besetzung der Gouverneursverwaltung und des Fernsehturms wurde aber bereits am 8. April von den Anti-Terror-Spezialisten beendet. Auf das Gebäude der Lokalregierung in der Stadt Nikolajew wurden russische Fahnen gehisst. In Lugansk (Luhansk) sind pro-russische Separatisten in eine Zweigstelle des Inlandsgeheimdienstes SBU eingerückt.
Die USA entsenden ihren Zerstörer Truxtun mit Lenkflugkörpern an Bord ins Schwarze Meer. Die NATO verstärkt im Baltikum die Zahl ihrer F-15-Kampfflugzeuge auf zehn.
Erstaunlich, wie die Haltung bundesdeutscher liberaler Kräfte gegenüber den Bandera-Faschisten in der Ukraine ist. Da könnte man glatt meinen, das sind alles selbst verkappte Rechte, nur mit einem grünen oder andersfarbigen Mäntelchen bekleidet. Und dann gibt es noch den bekannten jüdischen Publizisten Henryk M. Broder, ein Typ, der seit Jahren gegen jede Form von Antisemitismus stark Stellung bezieht, jetzt, im Fall der Rechten in der Ukraine, aber schweigt er: de.wikipedia.org, Henryk_M._Broder. Wer in Deutschland was zu sagen hat, haut oft ziemlichen Müll raus. Die einzigen Politiker, die mir von allen noch zusagen, sind Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht von den "LINKEN". Siehe S. Wagenknecht zu den Grünen: www.sueddeutsche.de, streit-zwischen-linken-und-gruenen-krim-krise-spaltet-die-opposition.

Februar/März 2014: Olympische Winterspiele, Staatsstreich in der Ukraine, Krieg

7. - 23. Februar: Olympische Winterspiele in Sotschi.

Staatsstreich in der Ukraine. Russland entsendet 15.000 Soldaten.

Dezember 2013: Amnestie für Pussy-Riot-Musikerinnen, Greenpeace-Aktivisten und Michail Chodorkowski
Die beiden im Oktober 2012 verurteilten Pussy-Riot-Musikerinnen und Kreml-Kritikerinnen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina werden zusammen mit 30 Umweltaktivisten von Greenpeace freigelassen. Ebenso wurde der seit 2003 inhaftierte Michail Chordorkowski (Kreml-Kritiker und einst reichste Person Russlands, Chef des früheren Ölkonzerns Yukos, verurteilt wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Unterschlagung) am 20.12. aus der Haft entlassen. Mit dem nächsten Flugzeug reiste er direkt aus nach Berlin (hierbei hat der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher mitgewirkt; Genscher, u.a. aktiv bei Bilderberger, CFR und Atlantik-Brücke e.V., empfing Chodorkowski am Flughafen in Berlin; es dürfte jedem kritischen Beobachter klar sein, dass Chodorkowski seinen Reichtum nach dem Zusammenbruch der UdSSR sicher nicht ohne Beteiligung des Westens anhäufen konnte). Die zur Freilassung vorgesehenen 1000 Personen fallen unter die vom russischen Parlament beschlossene Massenamnestie anlässlich des zwanzigsten Jahrestages der russischen Verfassung.

Anmerkung: Offenbar glaubt eine große Zahl Russen, dass Putin die Protestaktion von Pussy Riot o.a. selbst inszeniert habe, um sie den USA anzulasten. Ich denke, diese Russen wissen einfach nicht, was sie Putin zu verdanken haben - bei aller Kritik.
Siehe auch: ceiberweiber.at, Dokumentation "Der unbekannte Putin", 28.12.2013

Juni 2013: Homophobie und Gottesliebe
Ein neues Gesetz stellt nun die offene Rede und Zurschaustellung von Homosexualität ("nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen") unter Strafe. Außerdem soll künftig härter bestraft werden, wer religiöse Gefühle verletzt oder Heiligtümer schändet (Blasphemiegesetz).

September 2012: Proteste und Ende der USAID
Die US-Agentur für internationale Entwicklung, USAID, muss nach 20-jähriger Arbeit ihr Büro in Moskau schließen

Hunderttausende protestieren für ein Russland ohne Putin
Am 15./16. September gingen in ganz Russland Hunderttausende Oppositionelle auf die Straße. Kundgebungen, die nicht genehmigt waren, wurden von der Polizei gewaltsam aufgelöst.

7. Mai 2012: Wladimir Putin wurde am 7. Mai als Staatspräsident vereidigt.
Bei gewaltsamen Anti-Putin-Demonstrationen am 6. Mai wurden 400 Menschen festgenommen.

Die Präsidentenwahlen am 4. März 2012 konnte Wladimir Putin für sich entscheiden
Putin erhielt etwa 64% der Wählerstimmen. Die meisten Stimmen erhielt er wohl aus den ländlichen Regionen. Die Opposition spricht von massiven Wahlfälschungen in mehr als 3000 Fällen. Viele fordern eine Anullierung der Wahl. In den Städten sind Tausende zu Protesten gegen Putin auf die Straßen gegangen. Putin wird den 2008 gewählten Medwedew ablösen und dann, gemäß neuer Amtszeitregelung, für 6 Jahre im Amt bleiben, so er nicht vorher gestürzt wird.

Präsidentenwahlen am 2. März 2008
Bei den Präsidentenwahlen am 2. März 2008 erhielt Wladimir Putins Wunschkandidat Dmitry Medwedew (bislang Vize-Premier und Aufsichtsratchef des Energieriesen Gazprom) mehr als 70 Prozent der Wählerstimmen (an der Abstimmung nahmen laut Protokoll der Zentralen Wahlkommission der Russischen Föderation 74.746.646 Bürger teil) und wurde damit zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Während die Opposition von Wahlfälschung sprach, genoss das Doppelgespann Putin/Medwedew seinen Triumph auf dem roten Platz in Moskau, wo ihnen Tausende Anhänger zujubelten.
Medwedew (*1965), der die Bürgerrechte und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes weiter vorantreiben wollte, wurde am 7. Mai in sein Amt eingeführt. Putin wurde Ministerpräsident und zog ins zwei Häuser weiter entfernte "Weiße Haus".

30. Dezember 2008: Legislaturperiode und Amtszeit des Präsidenten verlängert.
Die Legislaturperiode wurde auf fünf Jahre hochgesetzt. Gleichzeitig wird Russlands nächster Präsident für sechs Jahre im Amt bleiben dürfen.

4. Dezember 2011: Nach den Parlamentswahlen erlebt Russland die schwersten Proteste seit 20 Jahren. Die Opposition und die OSZE sprechen von Wahlfälschung.

Das Große Schachbrett -- Russland und die anglo-amerikanische Verschwörung
derhonigmannsagt.wordpress.com: Seitdem Zbigniew Brzezinski – Berater von 5 US-Präsidenten, und Obamas Mentor – sein Buch “Die einzige Weltmacht” oder “Das Grosse Schachbrett” veröffentlicht hat (anglo-amerikanische Besetzung von Russland und China), macht man sich insbesondere in Russland große Sorgen (siehe auch: www.hintergrund.de, Die Welt als Schachbrett - Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski, 26. August 2008).

Putin beschuldigt die USA, die Proteste gegen die Wahlergebnisse forciert zu haben.

Ganz von der Hand zu weisen sind Putins Vorwürfe gegen die USA sicher nicht. Denn bei genauerem Hinsehen stoßen wir ganz schnell auf den US-Amerikaner und Milliardär George Soros, der auch immer wieder in Verbindung gebracht wird mit den Farb-und Blumenrevolutionen z.B. in Ukraine (Orange Revolution 2004) und Iran (Grüne Revolution 2009) sowie Georgien (Rosenrevolution 2003), Libanon (Zedernrevolution 2005), Kirgisistan (Tulpenrevolution 2005), nicht zu vergessen die Revolutionen in Nordafrika ab Januar 2011. George Soros, der ursprünglich aus Ungarn stammt, unterstützt seit langem unter dem Deckmantel der "Demokratieverbreitung" Oppositionsgruppen gegen unliebsame Regierungen (Open Society Institute, Internationale Crisis Group, Freedom House etc.). Von George Soros kommen wir in Russland zu einem der Anführer der gegen Putin gerichteten Protestbewegung: Boris Akunin (richtiger Name: Grigori Tschartischwili), ehemals Vorsitzender der »[...] von George Soros mit über 100 Millionen Dollar finanzierten "Puschkin Bibliothek" [...]« In Verbindung mit den Soros-Stiftungen mischt sich die US-Regierung direkt in die inneren Angelegenheiten Russlands ein.
Zitat: alles-schallundrauch.blogspot.com: Anti-Putin Bewegung von George Soros kontrolliert, 26.12.2011

August/Oktober 2012: PUSSY RIOT - 2 Jahre Knast für "Rowdytum und des Schüren religiösen Hasses"
Nach mehreren fragwürdigen "Aktionen" der sogenannten Punk-Band "Pussy Riot" wurden zwei weibliche Mitglieder der Gruppe wegen "Rowdytums und Schürens religiösen Hasses" zu 2 Jahren Straflager verurteilt (eine dritte erhielt eine Bewährungsstrafe). Zuletzt hatten Pussy Riot am 21. Februar 2012 die Moskauer Erlöserkathedrale gestürmt und »[...] eine obszöne "Protestaktion" [...]« veranstaltet, in dem die russische Regierung beschimpft und gleichzeitig der Glauben der Kirchenbesucher mit vulgären Sprüchen verhöhnt wurde. Diese Aktion, von der Gruppe zum "Punk-Gebet" erhoben, wurde in die internationale Öffentlichkeit als politischer Protest mit "künstlerischen Mittel" transportiert. Eigenartigerweise erhielt die Gruppe nach der Verurteilung aus dem Westen viel Zuspruch, selbst die christliche Kirche solidarisierte sich mit den Mitgliedern. Doch wie naiv ! Warum hat Pussy Riot die gleiche Aktion nicht in einer Moschee, und das am besten in Saudi Arabien, veranstaltet ? Was glaubt ihr, was passiert wäre ??? Gruppen wie Pussy Riot u.a. politische Oppositionsgruppen werden von sogenannten Pro-Demokratie-Organisationen mit viel Geld gefördert. Diese NGOs werden direkt vom US-Außenministerium über das National Endowment for Democracy (NED) finanziert und kontrolliert.
  • Zitat: Alles Schall und Rauch: Pussy Riot sind nützliche Idioten und keine Punks, 19. August 2012
  • www.ceiberweiber.at, Wer hinter Pussy Riot steht, 18.08.2012

Literatur

Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader's Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1195 f.

www-Links

  1. Orthodoxes Christentum
  2. Neue Weltordnung
  3.  Vogelgrippe - Schweinegrippe - Corona


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